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Drei Top-Teams warten auf die Huskies

Trotz guter Leistung hat es die Kassel Huskies am letzten Sonntag mal wieder erwischt. Nach sechs Siegen in Folge kassierten sie in Rosenheim eine 1:3-Niederlage. Nun soll natürlich eine neue Siegesserie gestartet werden, der Weg dorthin wird direkt zu Beginn allerdings sehr steinig. Am morgigen Freitag, den 18. November gastieren die Schlittenhunde zunächst bei den Lausitzer Füchsen, zwei Tage später wartet in der heimischen Eissporthalle der Tabellenvierte aus Dresden. Und am Dienstag, den 22. November kommt es bei den Bietigheim Steelers zum Gipfeltreffen. Alle Spiele werden per Livestream auf www.sprade.tv übertragen.

Überraschend starke Füchse

Die Lausitzer Füchse gehören zweifelsohne zu einem der Überraschungsteams der laufenden Saison. Nachdem die letzte Saison auf einem eher enttäuschenden Playdown-Platz endete, sollte es nun mindestens ein Pre-Playoff-Platz sein. Und gemessen an diesem Ziel liegen die Weißwasseraner voll im Soll. Nach 17 Spieltagen stand Tabellenplatz 7 zu Buche und die Tendenz zeigt sogar eher nach oben als nach unten. Hauptverantwortlich für die bis dato erfolgreiche Saison ist der finnische Trainer Hannu Järvenpää, der es zusammen mit Geschäftsführer Dirk Rohrbach geschafft hat, trotz schmalem Budget eine homogene Mannschaft zusammenzustellen. Zahlreiche deutsche Akteure aus der Region bilden eine gesunde Basis und die verpflichteten Import-Spieler wurden allesamt den Erwartungen gerecht. Zwar musste man den mit einem befristeten Vertrag ausgestatteten Topscorer Roope Ranta nach Garmisch ziehen lassen, für ihn kehrte aber der Kanadier Jeff Hayes aus dem Lazarett zurück und schlug mit 15 Scorerpunkten aus 7 Spielen voll ein. Aktueller Topscorer der Füchse ist aber Dennis Swinnen, der mit elf Torerfolgen auch in der ligaweiten Torjägerliste weit oben platziert ist. Bemerkenswert ist auch, dass Weißwasser im Tor voll auf die Jugend setzt. Maximilian Franzreb, und Konstantin Kessler vollendeten in diesem August das 20. Lebensjahr, zeigten sich aber im bisherigen Saisonverlauf als sicherer Rückhalt.

Eislöwen werden immer stärker

Als einer der Topfavoriten starteten die Dresdner Eislöwen in die Saison. Umso überraschender war es, dass nach sieben Spieltagen erst zwei Siege auf der Habenseite standen und man sich zunächst im Tabellenkeller wiederfand. Anschließend wurde aber die Trendwende eingeleitet. Acht Siege aus den darauffolgenden zehn Spielen spülte das Team von Trainer Bill Stewart vor bis auf Platz 4. Vor allem auswärts trumpften unsere Gäste vom Sonntag auf, zuletzt wurden auf fremden Eis fünf Siege in Folge eingefahren. Seit einigen Jahren gelingt es den Eislöwen, namhafte ausländische Akteure zu verpflichten. In dieser Spielzeit schnüren unter anderem Brendan Cook, ehemals Topscorer aus Bremerhaven, und der slowenische Routinier Marcel Rodmann die Schlittschuhe für die Sachsen. Beide führen aktuell auch die teaminterne Scorerwertung an. Mit 13 Toren grüßt Cook außerdem von Platz 1 der ligaweiten Torjägerliste. Zuletzt wurde der österreichische Torhüter René Swette verpflichtet, da Stammtorwart Kevin Nastiuk verletzt mehrere Wochen fehlen wird. Beim Blick auf die Statistiken sticht vor allem das brandgefährliche Überzahlspiel der Eislöwen heraus: An die Erfolgsquote von 33,9 % kommt selbst der Spitzenreiter aus Bietigheim nicht heran.

Die Steelers marschieren voran

Alle weiteren Statistiken führen die Steelers jedoch an, allen voran die wichtigste: Mit sieben Punkten Abstand auf den Zweiten aus Kassel liegt das von Kevin Gaudet trainierte Team unangefochten an der Spitze der Liga. Vor allem in der heimischen EgeTrans-Arena gaben sie sich noch gar keine Blöße, holten aus acht Spielen acht Dreier. Die Kassel Huskies erwartet daher wohl das schwerste Spiel der bisherigen Saison, zumal der erste Vergleich der beiden Teams klar mit 8:0 an die Steelers ging. Erneut gab es keinen großen Umbruch in Bietigheim, der Kader wurde lediglich gezielt verstärkt. Mit Rob Brown kam ein DEL-erfahrener Verteidiger, die Youngster Andreas Schwarz und Benjamin Zientek sorgen für mehr Qualität in der Kaderbreite. Erfolgreichster Stürmer der Steelers ist Mittelstürmer Matt McKnight, der mit 26 Punkten aus 16 Spielen nicht nur die ligaweite Scorerliste anführt, auch seine Bullyquote von über 60% ist herausragend.

Keine Ausfälle bei den Huskies

Personell gesehen steht Rico Rossi auch vor diesem Wochenende wieder vor der Qual der Wahl. Nachdem Philipp Schlager bereits vor einer Woche zurückgekehrt ist, stieg auch Alex Lambacher in dieser Woche wieder ins Training ein. Welcher Spieler auf der Tribüne Platz nimmt, wird jedoch erst kurzfristig entschieden.

Steffen König
Huskies-Medienteam

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