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Huskies siegen 3:2 in Frankfurt

Alle vier bisherigen Hessenderbys in dieser Saison konnten die Huskies für sich entscheiden, heute standen sie aber wohl vor der schwersten Derby-Aufgabe der laufenden Spielzeit. Bei den heimstarken Löwen Frankfurt musste Chefcoach Rico Rossi auf die verletzten Thomas Merl, Esa Lehikoinen, Dorian Saeftel und Feodor Boiarchinov verzichten, außerdem fehlte Marco Müller gesperrt. Das Tor hütete Markus Keller.

Nachdem die Huskies „ohne Fünf“ durch Hungerecker per Rückhandschuss die erste Großchance verbuchten, übernahmen die Löwen das Kommando und erarbeiteten sich optische Vorteile. Die Huskies verteidigten ihre Zone gut, ließen keine echte Topchance zu, mussten aber nach knapp zehn Minuten den ersten Nackenschlag verkraften. Cespiva traf per Schlagschuss zum 1:0 für Frankfurt.
Die Schlittenhunde benötigten knapp fünf Minuten, um den Schock zu verdauen, erarbeiteten sich dann aber einige Möglichkeiten auf den Ausgleich. Nach Proft-Vorlage verpasste Heinrich aus dem Slot zunächst den Treffer (15.), eineinhalb Minuten später stahl Manuel Kling den Puck in der eigenen Angriffszone und bediente Braden Pimm, der aber das Tor knapp verfehlte. Zwei Sekunden vor der ersten Sirene lief Toni Ritter nach Puckeroberung gegen Keussen frei auf Proske zu, der Ex-Husky entschärfte diese Möglichkeit jedoch. Mit einem knappen Rückstand ging es somit in den Mittelabschnitt.

Nach wenigen Sekunden im zweiten Drittel erhielt Alex Heinrich frei vor Proske eine weitere Großchance auf den Ausgleich, aber auch er scheiterte am stark parierenden Löwen-Schlussmann. So folgte die Strafe vier Minuten später. Nachdem Philipp Schlager vor dem eigenen Torraum beim Puck stoppen das Gleichgewicht verlor, bedankte sich C. J. Stretch und netzte frei zum 2:0 ein. Zu bemängeln war auch im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts die mangelnde Chancenverwertung der Schlittenhunde. Pimm nach Klinge-Querpass (29.) und Meilleur per Rückhand (30.) vergaben die nächsten Möglichkeiten Kurz darauf hatten die Huskies allerdings Glück, dass Jarrett im Alleingang und Dronia nach starker Pistilli-Vorarbeit nicht auf 3:0 erhöhten. Nachdem Jens Meilleur nach 33 Minuten die nächste Großchance liegen ließ, trafen die Nordhessen kurz vor der Pause endlich doch! Nach schönem Hungerecker-Rückhand-Querpass netzte Toni Ritter trocken zum überfälligen 2:1-Anschlusstreffer ein.

Im Nachhinein war dies ein für dieses Spiel überlebenswichtiger Torerfolg, wenngleich die Schlittenhunde auch zu Beginn des Schlussabschnitts weitere Riesenchancen vergaben. Nach 12 Sekunden fälschte Klinge einen Christ-Schlenzer ab, jedoch fand der Puck genauso wenig den Weg ins Tor wie eine Minute später, als Hungerecker nach Downing-Querpass am stark reagierenden Proske scheiterte. Glücklicherweise ließen auch die Löwen im Anschluss einige gute Möglichkeiten liegen, Breitkreuz und Pistilli verpassten eine kleine Vorentscheidung, Pat Jarrett ließ einen Penalty ungenutzt.

So waren es wieder die Schlittenhunde, die den nächsten Nadelstich setzten. Einen Schuss von Philipp Schlager wühlte Oldie Austin Wycisk in der 52. Spielminute zum 2:2-Ausgleich über die Linie.

Die Huskies waren endgültig zurück im Spiel, sahen sich in der Schlussphase allerdings Löwen gegenüber, die den längeren Atmen zu haben schienen. Glücklicherweise hatten die Gäste in dieser Phase einen Markus Keller im Gehäuse, der in den Minuten 55 und 56 mit Glanzparaden gegen Richard Mueller den erneuten Rückstand verhinderte. Das letzte Wort in dieser Partie hatten so die Schlittenhunde: Einen abgefälschten Schuss brachte Corey Mapes per Schienbein Richtung Tor, Florian Proske bugsierte den Puck eine Minute vor Schluss zum 2:3 über die Linie.

Kassel lag kurz vor Ende erstmals in Front, musste nach einem Foul von Mathias Müller sich aber nochmal in Unterzahl erwehren. Jedoch überstanden sie mit Glück und Geschick auch diese letzte kritische Phase und fuhren damit den siebten Sieg in Folge über die Löwen Frankfurt ein.

Steffen König
Huskies-Medienteam

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