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Schwerstarbeit um Weihnachten

Die eigentlich besinnlichen Weihnachtsfeiertage sowie die Zeit zwischen den Jahren ist für Eishockeyspieler traditionell eine Zeit, die alles andere als zum Ausruhen oder zur Entspannung taugt. Auch die Kassel Huskies haben bis zum Jahreswechsel vier Spiele in acht Tagen zu absolvieren. Am Freitag, dem 23. Dezember treten sie ab 19:30 Uhr beim ESV Kaufbeuren an. Es folgen zwei Heimspiele am 26. und 28. Dezember gegen Rosenheim (18 Uhr) bzw. Weißwasser (19:30 Uhr), der Jahresabschluss findet am 30. Dezember ab 19:30 Uhr bei den Dresdner Eislöwen statt. Huskies-Chefcoach Rico Rossi kann dabei wieder auf Feodor Boiarchinov und Esa Lehikoinen zurückgreifen, die ihre Verletzungen auskuriert haben. Weiterhin verletzt ist Dorian Saeftel, außerdem wird Carter Proft in Kaufbeuren gesperrt fehlen. Darüber hinaus fallen Jack Downing und Austin Wycisk verletzungsbedingt aus. Alle vier Huskies-Spiele werden LIVE auf www.sprade.tv übertragen.

Abwehrstarke Allgäuer
Das bisherige Abschneiden des ESV Kaufbeuren in der laufenden Saison kann sicherlich als kleine Überraschung bezeichnet werden. Vor Saisonbeginn noch als einer der Playdown-Anwärter gehandelt, steht das Team von Trainer Andreas Brockmann aktuell auf dem achten Platz, mit neun Punkten Vorsprung auf Platz 11. Wenn nicht ein ähnlich harscher Einbruch erfolgt wie in der letzten Spielzeit, liegt der Einzug in die Pre-Playoffs im Bereich des Machbaren. Die Basis für den bisherigen Erfolg bildet eindeutig die starke Abwehr des ESVK. Erst 71 Gegentreffer kassierten sie, das ist der zweistärkste Wert hinter den Bietigheim Steelers. Hauptverantwortlich dafür ist Torhüter Stefan Vajs, der eine bärenstarke Fangquote von fast 93 % vorweisen kann und außerdem schon fünf (!) Shutouts einfuhr. Viele Tore sind am Freitag somit nicht zu erwarten, zumal die Allgäuer in Sachen Torproduktion lediglich auf Rang 13 liegen.

Starbulls hinter den Erwartungen
Dass den Starbulls Rosenheim eine schwere Saison aufgrund hochkarätiger Abgänge bevorstehen würde, war dem Umfeld der Oberbayern schon vor Beginn der Spielzeit klar. Tabellenplatz 12 nach 27 Spieltagen ist allerdings ein eher ernüchterndes Zwischenergebnis, zumal der Abstand auf Platz zehn bereits sieben Punkte beträgt. Sorgen bereitet den Verantwortlichen um Trainer Franz Steer vor allem der Angriff. Mit 66 Treffern stellen die Starbulls den schwächsten Sturm der Liga. Auch da ihnen auf fremden Eis erst ein Saisonerfolg gelang, gehen die Kassel Huskies als Favorit in dieses Spiel.

Überraschend starke Lausitzer Füchse
Neben dem ESV Kaufbeuren überraschten vor allem auch die Lausitzer Füchse in dieser Saison. Unter Neu-Trainer Hannu Järvenpää mauserten sie sich Stück für Stück zu einem Top-Team und liegen aktuell auf Rang 5. Der Rückstand auf die Zweitplatzierten Löwen Frankfurt beträgt lediglich fünf Punkte, somit ist Weißwasser mittendrin im Konzert der Großen. Die Füchse landeten vor allem bei der Auswahl ihrer ausländischen Spieler absolute Volltreffer. Der finnische Verteidiger Patrik Parkkonen ist aktuell der punktbeste Abwehrspieler der Liga, Jakub Svoboda und Jeff Hayes liegen in der Scorerwertung ebenfalls weit vorn. Vor allem der Kanadier Hayes sammelt im Schnitt fast zwei Punkte pro Spiel. Hinzu kommt, dass Dennis Swinnen die stärkste Saison seiner Karriere spielt und mit 19 Torerfolgen auf Rang 2 der Torjägerliste liegt. In der Gast-Tabelle sind die Füchse Dritter, so dass den Huskies eine sehr schwere Aufgabe bevorsteht.

Sechs-Punkte-Spiel in Dresden
Nicht minder leicht wird es zwei Tage später. Dann sind die Huskies zu Gast bei den Dresdner Eislöwen. Diese sitzen den Schlittenhunden tabellarisch im Nacken, liegen aktuell nur zwei Punkte hinter ihnen auf Rang 4. Im Gegensatz zu den Teams aus Kaufbeuren und Weißwasser ist die Position der Eislöwen allerdings keine Überraschung, wurden sie bereits vor Saisonbeginn zum Favoritenkreis gezählt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden sie dieser Rolle auch gerecht. Das von Bill Stewart trainierte Team besticht insbesondere durch ein bärenstarkes Überzahlspiel, mit 26,2 % Erfolgsquote können sie den besten Wert der Liga vorweisen. Topscorer ist der Kanadier Branden Cook, dessen Vertrag vor kurzem erst bis zum Saisonende 2017/18 verlängert wurde. In den bisherigen Duellen zwischen Eislöwen und Huskies konnten beide Teams je einen Sieg einfahren. Das erste Aufeinandertreffen in Dresden entschieden die Schlittenhunde mit 3:1 für sich, in Kassel schlugen dann die Eislöwen zurück und siegten klar mit 5:1.

Steffen König
Huskies-Medienteam

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