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Zwei Comebacks in Crimmitschau – Derby am Sonntag

Eine ereignisreiche Woche liegt bereits hinter den Huskies. Diese begann am Montag zunächst mit einer Hiobsbotschaft, als sich Verteidiger Alex Heinrich im Training verletzte, sich eine Sprunggelenksfratur zuzog und bis Saisonende ausfallen wird. Ein Verlust, der nur schwer zu kompensieren sein wird. Dennoch werden zwei ehemalige Meisterspieler der letzten Saison an diesem Wochenende ihr Comeback feiern. Michael Christ hat seine Handverletzung auskuriert und steht nach jetzigem Stand am Freitag in Crimmitschau zur Verfügung. Selbiges gilt für Adriano Carciola. Der torgefährliche Rechtsschütze wechselte zwar vor der Saison zu den Ravensburg Towerstars, im Tausch mit Philipp Schlager zog es ihn nun aber zurück in seine nordhessische Heimat. Pünktlich zum prestigeträchtigen Hessenderby am Sonntag in der Kasseler Eissporthalle erhält die Offensive der Schlittenhunde damit Zuwachs.

Am morgigen Freitag steht ab 20 Uhr jedoch zunächst das Auswärtsspiel bei den Eispiraten Crimmitschau an. Gegen das Tabellenschlusslicht gehen die Schlittenhunde als klarer Favorit in die Partie. Dafür spricht nicht nur die Tabellensituation, auch die bisherigen beiden Aufeinandertreffen entschieden die Huskies für sich. Dennoch sind die Eispiraten gerade im heimischen Sahnpark immer wieder für eine Überraschung gut. Zuletzt bekamen dies die Löwen Frankfurt zu spüren, die in Crimmitschau mit 3:2 verloren. Matchwinner in dieser Partie war Torhüter Ryan Nie, der an guten Tagen die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung bringen kann. Topscorer und Goldhelmträger im Team von John Tripp ist Patrick Pohl, ein Wiedersehen gibt es mit Martin Bartek und Dominic Walsh, die in der Vergangenheit auch schon für die Schlittenhunde aufs Eis gingen.

Deutlich ausgeglichener stellen sich die Kräfteverhältnisse auf dem Papier für das Spiel am Sonntag da. Ab 18:30 Uhr steigt in der Kasseler Eissporthalle das Hessenderby gegen die Löwen Frankfurt. Diese absolvieren bisher eine sehr starke Saison, verdrängten vor einer Woche die Bietigheim Steelers zwischenzeitlich vom ersten Tabellenplatz und sind mit der Mannschaft der letzten Saison kaum noch zu vergleichen. Auffällig ist, dass vor allem die Einstellung passt, denn in dieser Spielzeit gelang es den Südhessen regelmäßig, Rückstände zu drehen und innerhalb eines Spiels Comebacks zu feiern. Beispielhaft sei der Auftritt in Freiburg am 3. Januar genannt, als im Mittelabschnitt ein 1:3-Rückstand mit zwei Shorthandern innerhalb von 33 Sekunden ausgeglichen wurde und man am Ende einen 5:4-Sieg einfuhr. Auch die Shorthander-Statistik sticht ins Auge, denn mit neun Treffern bei eigener Unterzahl liegen die Löwen ligaweit einsam an der Spitze. Der bisherige Erfolg hat mehrere Väter. Unisono liegen die Stürmer Matt Pistilli und C. J. Stretch an der Spitze der internen Scorerwertung, beide sind auch in der ligaweiten Statistik mit Platz vier und sieben glänzend platziert. Der einzige Makel der Löwen-Saison zeigt sich allerdings mit Blick auf die Hessenderbys: Von sechs Vergleichen mit Kassel und Bad Nauheim gingen fünf verloren, erst zu Beginn des Jahres gelang mit einem 4:1 über die Roten Teufel der erste Sieg über einen hessischen Konkurrenten. Ähnlich schwarz sieht die saisonübergreifende Bilanz gegen die Huskies aus, denn die letzten sieben Duelle entschied Kassel für sich. Klar, dass die Südhessen darauf brennen, diese Serie am Sonntag zu beenden.

Beide Spiele des bevorstehenden Wochenendes werden LIVE auf www.sprade.tv übertragen.

Steffen König
Huskies-Medienteam

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