Vorbericht_Freiburg

Huskies gegen zwei Überraschungsteams

Nur vier Punkte Rückstand auf Frankfurt als Zweitplatzierten, aber auch lediglich fünf Punkte Vorsprung auf Platz fünf. Zehn Spieltage vor Ende der DEL2-Hauptrunde ist für die Kassel Huskies in beide Richtungen der Tabelle noch viel möglich. Eine starke Phase mit zuletzt sechs Siegen aus sieben Spielen festigte den zeitweise in Gefahr geratenen dritten Tabellenplatz. Um diese gute Ausgangsposition zu nutzen, werden am kommenden Wochenende zwei weitere Siege ins Visier genommen.

Selbiges taten die Schlittenhunde gegen die gleichen Gegner zuletzt auch in der ersten Januarwoche gegen die gleichen Gegner: Auch damals ging man gegen Bayreuth und Freiburg als Favoriten in die Spiele, allerdings um ohne Tor- und Punkterfolg das Wochenende zu beenden. Zunächst gab es in Kassel eine 0:1-Niederlage gegen die Tigers, zwei Tage später hagelte es ein 0:3 in Freiburg. Auch wenn die Huskies zu diesem Zeitpunkt in einem kleinem Tief steckten, zeigten diese Spiele exemplarisch, wie überraschend stark beide Mannschaften in dieser Saison auftreten. Denn vor Saisonbeginn als sichere Playdown-Kandidaten gehandelt, klopfen Tiger und Wölfe aktuell sogar bei den Top 6 an.

Die von Sergej Waßmiller betreuten Bayreuth Tigers empfangen die Kassel Huskies am Freitag ab 20 Uhr. Der Aufsteiger führt aktuell sogar den direkten Vergleich an, denn neben dem oben genannten Sieg in Kassel gab es zuvor ein 5:2 in Bayreuth für den Gastgeber. Das erste Duell in Kassel gewannen die Huskies noch knapp mit 6:5. Von Saisonbeginn an setzten die Oberfranken immer wieder Ausrufezeichen. Vor allem zuhause wurden zahlreiche Siege eingefahren, in der Heimtabelle ist man inzwischen auf Rang 2 platziert. Bemerkenswert macht die erfolgreiche Saison der Tigers vor allem die Tatsache, dass man insgesamt zwölf Spieler der Aufstiegsmannschaft mit in die DEL2 nahm. Mit Ausnahme von Martin Heider hat unter anderem der komplette Abwehrverbund in der letzten Oberligasaison in Bayreuth gespielt. Ein besonderer Qualitätsabfall ist dennoch nicht zu erkennen, vor allem weil Spieler wie Topscorer Michal Bartosch und der Slowake Ivan Kolozvary auch auf Zweitliganiveau positiv herausragen. Beim letzten Aufeinandertreffen überraschte Bayreuth allerdings mit einem unkonventionellen Defensivkonzept, an dem die Schlittenhunde sich die Zähne ausbissen. Das Bild der anrennenden Huskies gegen abwartende, lauernde Tiger werden wir am Freitag vermutlich erneut zu sehen bekommen.

Punktgleich mit den Bayreuth Tigers stehen die Wölfe Freiburg aktuell auf Tabellenplatz 7. Nachdem die Wölfe in der letzten Saison den Klassenerhalt nach einer Playdown-Runde vorzeitig sicherten, wurde im Vorfeld dieser Spielzeit ein schwereres Jahr erwartet, zumal im Breisgau finanziell keine großen Sprünge möglich sind. Dennoch war die mit zahlreichen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs gespickte Truppe von Anfang an im gesunden Mittelfeld der Tabelle platziert. Auch wenn der Vorsprung auf Rang 11 nur fünf Punkte beträgt, zeigt die Tendenz doch mindestens Richtung Pre-Playoff-Teilnahme. Die Mannschaft von Trainer Leos Sulak besteht aus einer Mischung aus erfahrenen Akteuren und talentierten Nachwuchsspielern. Die interne Scorerliste führt mit Nikolas Linsenmaier ein Stürmer mit dem Geburtsjahr 1993 an. Knapp dahinter platziert ist der 38-jährige Tscheche Radek Duda, der unter anderem im Jahr 2000 mit seinem Heimatland Weltmeister wurde und als Top-Transfer der Breisgauer gilt.

In dieser Saison gab es das Aufeinandertreffen zwischen Wölfen und Huskies bereits drei Mal. Die ersten beiden Vergleiche gewann Kassel mit 5:2 und 2:1 nach Verlängerung, doch wie erwähnt schlug Freiburg im dritten Duell Anfang Januar mit 3:0 zurück. Spiel Nummer vier am kommenden Sonntag beginnt um 17 Uhr in der Kasseler Eissporthalle.

Sowohl der Auftritt in Bayreuth als auch das Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg sind LIVE per Livestream auf www.sprade.tv zu verfolgen.

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