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Huskies verlieren mit 3:4 in Weißwasser

Im Hauptrunden-Endspurt der laufenden DEL2-Saison traten die Kassel Huskies am heutigen Dienstag Abend bei den Lausitzer Füchsen an. Die Verteidiger Kevin Maginot und Mathias Müller, die am Sonntag noch fehlten, rückten zurück ins Team, so dass Aushilfsverteidiger Michael Christ wieder im Sturm zum Einsatz kam. Er nahm den Platz von Toni Ritter, der verletzungsbedingt fehlte, ein, und stürmte in einer Reihe mit Thomas Merl und Feodor Boiarchinov. Bei den Gastgebern wurde Top-Stürmer Jakub Svoboda geschont, für ihn absolvierte der Kanadier Kyle Just sein erstes Spiel im Füchse-Dress.

Die ersten zehn Minuten des Spiels gestalteten die Huskies überlegen und erarbeiteten sich einige gute Möglichkeiten zur Führung. In der zweiten Spielminute ging ein Handgelenksschuss von Manuel Klinge, der heute seinen 600. Einsatz im Huskies-Trikot feierte, knapp vorbei. Zwei Minuten später lief Jack Downing frei auf Füchse-Schlussmann Marvin Cüpper zu, brachte den Puck allerdings nicht an diesem vorbei. Auch Phil Hungerecker verpasste den Torerfolg, als sein Rebound in der achten Minute knapp am halbleeren Tor vorbeirauschte. Nachdem auch Manuel Klinge nach Pimm-Vorlage nach neun Minuten an Cüpper scheiterte, kamen die Gastgeber besser ins Spiel.

Nun war es der Kasseler Torhüter Markus Keller, der mehr in den Fokus rückte. Die Schlagschüsse von Ostwald (11.), Mücke (14.) und Bohac (16.) fanden noch nicht den Weg ins Tor. Nach 18 Minuten spielten die Füchse jedoch Dennis Palka frei, der Keller verlud und zum 1:0-Pausenstand traf.

 

Das Vorhaben, im Mittelabschnitt den schnellen Ausgleich zu erzielten, war nach zwei schnellen Strafen gegen die Huskies zunächst erstmal hinfällig. Pimm und Maginot wanderten innerhalb von fünf Sekunden in die Kühlbox, so dass Kassel für 1:55 Minuten eine drei-gegen-fünf-Unterzahl zu überstehen hatte. Doch wie schon in den letzten Spielen funktionierte das Penaltykilling hervorragend, ein weiterer Gegentreffer fiel nicht. Kurioserweise verbuchten die Gastgeber kurz darauf bei gleicher Spieleranzahl ihre dickste Tormöglichkeit, Keller vereitelte diese gegen Swinnen aber.

So wurden die Schlittenhunde in der Folge wieder offensiv tätig. Nach 24 Minuten verfehlte der frei durchgelaufene Klinge per Rückhand das Tor, eine knappe Minute scheiterte Jens Meilleur an der Latte.

 

Als in der dreißigsten Minute mit Nick Bruneteau erstmals ein Fuchs die Strafbank aufsuchen musste, war es aber soweit. Nach schnellem Spielaufbau tauchte Braden Pimm frei vor Cüpper auf und markierte im Fallen bei angezeigter Strafe den 1:1-Ausgleich. Es war der Auftakt einer verrückten Minute, denn aufgrund dieser angezeigten Strafe durften die Huskies weiter in Überzahl ran. Da benötigten sie nur weitere 19 Sekunden, um nochmal zuzuschlagen. Erneut war es ein schnell vorgetragener Aufbau und diesmal war es Jubilar Klinge, der aus spitzem Winkel zum 1:2 traf.

Die Huskies hatten da Spiel gedreht, durften sich über ihre Führung jedoch nur kurz freuen. 41 Sekunden nach dem Klinge-Treffer markierte Dennis Swinnen den 2:2-Ausgleich. Dies verlieh wiederum den Gastgebern Rückenwind. In der 34. Spielminute legte erneut Swinnen für Debütant Kyle Just ab, der mit einem Direktschuss zum 3:2 für Weißwasser traf.

Dieses Ergebnis sollte auch zur zweiten Pause Bestand haben, weil Keller zwei Mal stark gegen Heyer klärte und Carter Proft nach schöner Hungerecker-Vorarbeit aus kurzer Distanz den Puck nicht über die Linie brachte.

Wie schon im zweiten Drittel kassierten die Huskies zu Beginn des letzten Drittels eine schnelle Strafzeiten. Während sich dies im Mittelabschnitt nicht negativ auswirkte, nutzten die Gastgeber diesmal die personelle Überlegenheit. Jens Heyer düpierte Markus Keller mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck zum 4:2.

Die Antwort der Huskies folgte aber kurz darauf. Marvin Cüpper konnte einen Downing-Schlagschuss nach 44 Minuten nicht festhalten, Merl drückte den Abpraller zum 4:3-Anschluss über die Linie. Nun war das Spiel wieder offen, allerdings schwanden den Schlittenhunden sichtbar die Kräfte. Eine gute Minute vor Schluss nahm Rico Rossi Markus Keller zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, diese Maßnahme brachte jedoch keinen Erfolg mehr.

 

Nach fünf Auswärtssiegen in Folge erwischte es die Huskies somit mal wieder auf fremden Eis. Die Gelegenheit, eine neue Serie zu starten bietet sich bereits in drei Tagen, wenn die Reise nach Garmisch-Partenkirchen führt.

Spielstatistik von del-2.org

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