Vorbericht Nauheim Diekmann

Weiter im Endspurt: Erst nach Garmisch, dann ins Hessenderby

Dresden schlägt Frankfurt, die Huskies verlieren in Weißwasser  – die Ergebnisse des 45. DEL2-Spieltags haben die Teams der Plätze 2 bis 5 wieder näher zusammenrücken lassen. Gut zwei Wochen vor Ende der Hauptrunde ist somit für Spannung gesorgt. Für die Kassel Huskies stehen an diesem Wochenende erneut zwei knifflige Spiele an. Am morgigen Freitag treten sie ab 20 Uhr beim SC Riessersee an, zwei Tage später kommt es um 17 Uhr in der Kasseler Eissporthalle zum Hessenderby gegen die Roten Teufel Bad Nauheim.

Beide Teams befinden sich aktuell mitten drin im Kampf um Platz 10, der den vorzeitigen Klassenerhalt und die Teilnahme an den Pre-Playoffs bedeuten würde.

Dass der SC Riessersee überhaupt noch um Gefahr läuft, aus den Top 10 zu rutschen, war lange Zeit nicht zu erwarten. Die Werdenfelser beeindruckten zunächst durch eine stabile Defensive und fanden sich daher hochverdient im gesunden Mittelfeld der Tabelle wieder, sogar der Sprung auf einen direkten Playoff-Platz schien phasenweise möglich. Doch ausgerechnet nach dem 3:2-Sieg bei den Kassel Huskies am 13 Januar dieses Jahres rutschte das Team von Tim Regan in eine Ergebniskrise. Nur zwei der letzten zehn Spiele wurden erfolgreich gestaltet. Für sie geht es nun darum, rechtzeitig die Trendwende einzuleiten und statistisch gesehen bieten sich die Schlittenhunde als Gegner dafür an, denn die bisherigen drei Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen jeweils mit 3:2 an den SCR. Allerdings haben die Huskies zuletzt auch auf fremden Eis wieder in die Spur gefunden und liegen in der Auswärtstabelle derzeit punktgleich mit den Bietigheim Steelers an der Spitze.

Das Spiel beim SC Riessersee ist ab 20 Uhr im Livestream auf www.sprade.tv zu verfolgen.

Während beim SC Riessersee zuletzt also ein Abwärtstrend zu erkennen war, zeigt die Formkurve der Roten Teufel Bad Nauheim seit einigen Wochen wieder nach oben. Bei zwischenzeitlich neun Punkten Rückstand auf Platz 10 fanden sich nicht wenige Fans bereits mit der Teilnahme an den Playdowns ab. Vorschnell, wie man aus jetziger Sicht besserwisserisch konstatieren kann, denn ein Überraschungserfolg in Bietigheim läutete am 6. Januar die Wende ein. Fortan sammelten die Wetterauer wieder stetig ihre Punkte und pirschten sich Stück für Stück an die Pre-Playoff-Plätze heran. Aktuell liegen sie sogar auf eben diesem begehrten zehnten Rang, allerdings punktgleich mit dem SC Riessersee als 11. Grund dafür waren sicherlich auch die Personalmaßnahmen, die die Verantwortlichen um Geschäftsführer Andreas Ortwein und „Trainager“ Petri Kujala vollzogen. Die zeitweise wacklige Abwehr wurde mit dem routinierten Deutsch-Amerikaner Steve Slaton verstärkt, der aus Bremerhaven kam und auf die Erfahrung von weit über 400 Zweitligaeinsätze blicken kann. Darüber hinaus wurde mit dem Kanadier Charlie Sarrault ein neuer Mittelstürmer als Ersatz für Juuso Rajala verpflichtet, den es nach Dresden zog. Gerade dieser Wechsel auf der Center-Position erwies sich bisher als Glücksfall, denn Sarrault überzeugte mit 18 Scorerpunkten aus 12 Spielen bisher voll, während der begnadete Rajala zuvor mehr und mehr die Bindung zu seinen Nebenleuten verlor. Die gute Form der Roten Teufel ist außerdem auch an Radek Krestan festzumachen, der in den letzten Spielen als Sturmpartner von Sarrault seinen Torriecher wiederfand und fast nach Belieben einnetzte.

Die bisherigen Aufeinandertreffen der laufenden Saison entschieden die Kassel Huskies allesamt für sich. Während es bei den beiden Spielen in Bad Nauheim mit 3:2 bzw. 4:3 eng zuging, war das erste Duell in der Kasseler Eissporthalle eine klare Angelegenheit. Zwar brachte Krestan die Wetterauer in Front, danach spielten aber nur noch die Schlittenhunde und schossen einen 7:1-Kantersieg heraus.

Familientag beim Hessenderby

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Auch von zuhause aus kann das Spiel auf www.sprade.tv im Livestream verfolgt werden. Spielbeginn ist 17 Uhr.

Ritter fällt verletzt aus

Nachdem sich die Personallage im Bereich der Abwehr durch die Rückkehr von Mathias Müller wieder leicht entspannte, gesellte sich zu Wochenbeginn ein weiterer Verletzter zum Lazarett hinzu. Flügelstürmer Toni Ritter zog sich im Spiel am Sonntag gegen die Wölfe Freiburg eine Unterkörperverletzung zu und fällt zunächst aus.

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