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WINGAS-Cup: Maxim Afinogenov und sein Team im Fokus

Die Kassel Huskies starten am 8. August ab 19 Uhr in der Kasseler Eissporthalle in den WINGAS-Cup. Erster Gegner ist das russische Team HC Vitjaz, das in Podolsk – einer Stadt 40 Kilometer entfernt von Moskau – beheimatet ist. Die Mannschaft trägt den Beinamen „die Ritter“ und ist Gründungsmitglied der im Jahr 2008 aus der Taufe gehobenen KHL (Kontinentale Hockey-Liga).

Trainer der Russen ist der 50-jährige Valeri Belov, der das russische Eishockey so gut wie seine eigene Westentasche kennt. Nachdem er für fast zehn Spielzeiten als Chef- und Assistenztrainer hinter der Bande von Ligakonkurrent AK Bars Kazan stand, führte sein Weg zur Saison 2016/17 nach Podolsk. Dort qualifizierte er sich zwar mit seinem Team für das Playoff-Achtelfinale, allerdings kam das schnelle Aus gegen den späteren, souveränen Meister aus St. Petersburg, der in seinen 18 Playoff-Partien lediglich zwei Niederlagen kassierte.

Die Defensive im Fokus

Der HC Vitjaz gilt fast traditionell als ein Team, das einen nordamerikanischen, physischen Stil aufs Eis bringt. Als Beleg dafür hilft unter anderem ein Blick auf die Abwehr. Ins Auge sticht da zunächst Alexei Semenov, der Kapitän der Russen. Mit einem Gewicht von 110 Kilogramm, die auf 1,98 Meter verteilt sind, bringt der Mann mit der Rückennummer 5 eine große Portion körperliche Präsenz mit. Er kam in seiner Karriere auf insgesamt 219 NHL-Spiele, beendete seine Überseekarriere allerdings im Sommer 2009 und kehrte in seine russische Heimat zurück. In der letzten Saison kassierte er insgesamt stolze 110 Strafminuten, bei Bedarf lässt er gern auch die Fäuste sprechen. In der Defensive steht Semenov unter anderem Stanislav Romanov zur Seite, der das physische Spiel ebenso beherrscht, aber mit deutlich weniger Strafminuten auskommt.

Afinogenov – der Starspieler des HC Vitjaz

Die klangvolleren Namen sind beim Club aus Podolsk allerdings im Angriff zu finden. Absoluter Topstar der Russen ist Maxim Afinogenov. Dieser kam in seiner Karriere auf über 700 NHL-Einsätze und spielte seine beste Saison in 2005/06 mit 73 Scorerpunkten im Trikot der Buffalo Sabres. Insgesamt nahm er für die russische Sbornaja an drei Olympischen Spielen und acht Weltmeisterschaften teil, im Jahr 2008 sprang dabei der Weltmeistertitel heraus. Afinogenov ist auf dem rechten Flügel zuhause und zeichnet sich trotz seiner inzwischen 37 Altersjahre durch Schnelligkeit und eine herausragende Stocktechnik aus. In der letzten Saison avancierte er zum zweitbesten Scorer seines Teams und wurde nur von Alexei Kopeikin getoppt. Dieser kam in 64 Spielen auf 52 Punkte und legte damit im Alter von 33 Jahren seine produktivste Saison hin. Der Wechsel aus Novosibirsk, wo er drei Jahre lang als Kapitän fungierte, schien dem wendigen Rechtsschützen nochmals Auftrieb gegeben zu haben.

Skandinavische Verstärkung

Darüber hinaus soll ein finnisches Duo die Offensivlast des HC Vitjaz tragen. Jaako Rissanen und Jesse Mankinen waren in der letzten Saison bereits zusammen beim finnischen Erstligisten KalPa aktiv und ergänzen sich in ihren Fähigkeiten glänzend. Während Rissanen die Spielmacher- und Mittelstürmerrolle einnimmt, gilt Flügelstürmer Mankinen als Vollstrecker. Den Beiden kommt auch die Aufgabe zu, den schmerzhaften Abgang des schwedischen Stürmers Mario Kempe zu kompensieren, der nach einer starken Saison dem Ruf der Arizona Coyotes folgte.

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