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Wölfe und Eispiraten warten auf die Huskies

Für die Kassel Huskies steht das nächste Spielwochenende der laufenden DEL2-Saison an. Am Freitag, dem 13. Oktober gastieren die Wölfe Freiburg ab 19:30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle, zwei Tage später laufen die Huskies im Sahnpark bei den Eispiraten Crimmitschau auf. Spielbeginn ist dort um 17 Uhr.

Mit Spannung erwartet wird das Debüt des ehemaligen NHL-Cracks James Wisniewski, der unter der Woche verpflichtet wurde. Nicht mit dabei ist bekanntlich Kapitän Manuel Klinge, der aufgrund der am vergangenen Sonntag in Bad Nauheim erlittenen Knieverletzung 6-12 Wochen pausieren muss. Kevin Maginot und Phil Hungerecker sind weiterhin bei Adler Mannheim im Einsatz.

 

Verletzungssorgen bei den Wölfen

Eine überraschend starke letzte Saison legten die Wölfe Freiburg hin. Als sicherer Playdown-Kandidat gestartet, waren die Breisgauer stets im Mittelfeld der Liga platziert und landeten am Ende nicht auf einem sicheren Pre-Playoff-Platz, sondern zogen dank des Erfolgs über den SC Riessersee ins Viertelfinale ein. Dort kam zwar das schnelle Aus gegen den späteren Meister aus Frankfurt, dies sollte die starke Saisonleistung aber nicht schmälern.

Nun sind die Wölfe jedoch wieder im Hier und Jetzt angelangt, aufgrund des traditionell knappen Budgets wird der Blick zwangsläufig wieder nach unten gerichtet. Mit acht Punkten aus neun Spielen liegt man zwar noch halbwegs im Soll, Verletzungssorgen trüben derzeit jedoch die Stimmung der von Leos Sulak trainierten Mannschaft. Nachdem Neuzugang Ben Walker aufgrund einer Oberkörperverletzung bereits seit Ende September fehlt und am Bullypunkt schmerzlich vermisst wird, wurde jüngst auch der Ausfall von Marc Wittfoth bekannt, der ein fester Bestandteil der zweiten Sturmreihe gewesen ist. Wittfoth fällt – ebenfalls aufgrund einer Oberkörperverletzung – mehrere Monate aus. So sind die Improvisationskünste des Leos Sulak gefragt. Um dennoch vier Sturmreihen aufbieten zu können, ließ er mit dem 40-jährigen Dennis Meyer und Nachwuchsspieler Daniel Maly zwei Akteure im Angriff auflaufen, obwohl sie eigentlich in der Verteidigung heimisch sind. Immerhin steht Nikolas Linsenmaier, letzte Saison Wölfe-Topscorer, etwas überraschend wieder im Kader. Zwar wechselte er im Sommer nach Krefeld, konnte verletzungsbedingt jedoch kein volels Sommertraining absolvieren und soll nun als Leihgabe in seiner alten Heimat Spielpraxis sammeln.

Für die Wölfe geht es in Kassel auch darum, nach vier punktlosen Auswärtsspielen in der Fremde endlich zählbares zu erhaschen.

 

Überraschungsteam Eispiraten

Jede Saison produziert Überraschungsteams, die alle Erwartungen übertreffen. Nach acht Saisonspielen haben sich die Eispiraten Crimmitschau in die Position gebracht, als erster Anwärter auf den Titel „Überraschung der Saison“ zu gelten. Mit sechs Siegen sind sie aktuell auf Rang vier der Tabelle platziert, am vergangenen Freitag gelang sogar ein ebenso überraschender Erfolg beim Meister, den Löwen Frankfurt.

Vor Saisonstart war die Stimmung rund um den Sahnpark jedoch verhalten, da das Team von Neu-Trainer Kim Collins in den Vorbereitungsspielen nicht durchgehend überzeugte. Das Potential für mehr als einen Playdown-Platz ist bei den Eispiraten aber absolut vorhanden. Mit Verteidiger Will Weber und Stürmer Jordan Knackstedt wurden zwei physisch starke Spieler mit deutschem Pass verpflichtet. Auch die Verpflichtungen von Torhüter Olivier Roy und Angreifer Robbie Czarnik ließen aufhorchen. Das genannte Quartett füllte von Beginn an Leistungsträgerrollen aus, beispielsweise kommt Roy auf eine Fangquote von 91,54 %, Czarnik ist mit neun Punkten Topscorer der Westsachsen.

Die Bilanz der Huskies in Crimmitschau ist seit der Rückkehr in die DEL2 makellos. Alle sechs Aufeinandertreffen entschieden die Schlittenhunde für sich, lediglich am 11.10.2015 mussten sie den Umweg über das Penaltyschießen nehmen und ließen so einen Punkt im Sahnpark. Adriano Carciola traf im Shoot-Out als einziger Spieler.

 

Steffen König

Medienteam

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