Huard_Koziol

Endspurt vor der Deutschland-Cup-Pause

Noch zwei Spiele stehen für die Kassel Huskies an, anschließend folgt ein spielfreies Wochenende, weil der Deutschland-Cup vom 10. bis 12. November in Augsburg stattfindet und der Ligabetrieb deswegen pausiert. Dank fünf Siegen aus den letzten sechs Ligaspielen haben die Schlittenhunde zuletzt wichtige Punkte gehamstert. In den Duellen bei den Dresdner Eislöwen (Freitag, 19:30 Uhr) und zuhause gegen die Bayreuth Tigers (Sonntag, 18:00 Uhr) soll diese kleine Erfolgsserie weiter ausgebaut werden.

Das Team von Trainer Rico Rossi bleibt im Vergleich zum Spiel in Weißwasser unverändert, lediglich die Förderlizenzspieler John Rogl und Kevin Maginot tauschen die Teams. Rogl wird die Adler Mannheim in der DEL verstärken, Maginot steht hingegen für die Huskies auf dem Eis. Manuel Klinge und Mike Little fallen weiter aus. Thomas Merl wird den Schlittenhunden nach seiner Verletzung im Spiel gegen Ravensburg voraussichtlich drei bis vier Wochen fehlen.

 

Die Eislöwen als Team der Stunde

Eine extrem schwere Aufgabe erwartet die Huskies am Freitag. Die Dresdner Eislöwen haben nach leichten Problemen zu Saisonbeginn inzwischen in die Spur gefunden und gelten aktuell als das wohl heißeste Team der Liga. Fünf Siege in Folge feierte die Mannschaft von Trainer Franz Steer zuletzt, in den letzten beiden Heimspielen wurden mit den Bietigheim Steelers (4:2) und den Löwen Frankfurt (5:1) der Erste und Zweite der Tabelle überzeugend besiegt. Dresden muss allerdings den Ausfall von zwei wichtigen Schlüsselspielern verkraften, denn neben Ex-Husky und Routinier Petr Macholda verletzte sich auch die kanadische Neuverpflichtung Harrison Reed schwer. Dieser sollte ursprünglich seinen Landsmann Matt Siddall ersetzen, der ebenfalls wochenlang ausfällt.

Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison entschieden die Schlittenhunde für sich; am ersten Spieltag wurde dank Tore von Klöpper und Pimm (2x) ein 3:1-Erfolg verbucht.

 

Duell gegen unangenehme Tigers aus Bayreuth

Nach der überraschend starken Premierensaison, die mit dem vorzeitigen Klassenerhalt und dem Einzug ins Playoff-Viertelfinale gekrönt wurde, lautet das oberste Ziel in dieser Spielzeit erneut: Klassenerhalt. Dass dies kein Wunschtraum bleiben muss, deuteten die Tigers im ersten Saisonviertel bereits an. Mit Rang 10 liegt die Waßmiller-Truppe voll im Soll, einigen Favoriten stellte man bereits ein Bein. Unter anderem hatten die Huskies im ersten Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit mit 1:2 nach Verlängerung das Nachsehen. Dieses Spiel reihte sich quasi nahtlos in die vier Duelle der letzten Spielzeit ein, in denen die Schlittenhunde sich mit defensivstarken Tigers immer schwer taten und zwei Mal das Nachsehen hatten. Der Kader der Tigers präsentiert sich im Kern fast unverändert. Das Tor hütet weiter der tschechische Ausnahmekönner Tomas Vosvrda, im Sturm glänzt neben der Top-Reihe Geigenmüller-Kolozvary-Bartosch ein 19-jähriger Rookie: Luca Gläser gewann in der letzten Saison zusammen mit Yannik Valenti und den Jungadler Mannheim noch den Meistertitel im Nachwuchs-Oberhaus DNL, aktuell trägt er bei den „Großen“ den Goldhelm als bester Tigers-Scorer. Bayreuth gönnt sich derzeit sogar den Luxus, auf zwei Kontingentstürmer zu verzichten, denn die Verträge mit Ziga Pesut und Michal Bárta wurden vor Wochenfrist aufgelöst, da diese die Erwartungen nicht erfüllen konnten. Immerhin: Roman Tomanek, zuletzt in Diensten der Wölfe Freiburg unterwegs, wurde kurzfristig mit einem Tryout-Vertrag ausgestattet und soll sich am bevorstehenden Wochenende für ein längerfristiges Engagement empfehlen.

Auf fremdem Eis taten sich die Franken in dieser Spielzeit bisher schwer. Aus sieben Spielen holten sie lediglich einen Sieg. Ein Wiedersehen gibt es mit Mathias Müller, der zuletzt in drei Spielzeiten das Trikot der Kassel Huskies trug und mit den Schlittenhunden im April 2016 die Meisterschaft gewann.

 

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