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Drei Spiele in fünf Tagen für die Huskies

Über zu viel Langeweile werden sich die Kassel Huskies in den nächsten Tagen nicht beschweren können. Zwar täte jede Pause aufgrund des zuletzt dezimierten Kaders gut, dennoch will es der Spielplan, dass bis nächsten Dienstag an jedem zweiten Tag ein Spiel auf dem Programm steht. Am Freitag, dem 24. November führt die Reise zunächst ins Allgäu, ab 19:30 Uhr steht das Aufeinandertreffen beim ESV Kaufbeuren an. Zwei Tage später (Sonntag, 26. November, 18 Uhr) kommt es in der Kasseler Eissporthalle zum Prestigeduell, wenn die Roten Teufel Bad Nauheim zum Hessenderby zu Gast sind. Am kommenden Dienstag steigt in Kassel ab 19:30 Uhr das Spitzenspiel dieses Spieltags, wenn sich die Huskies mit dem aktuellen Tabellenführer und Vizemeister, den Bietigheim Steelers, messen.

Leichtes Aufatmen auf dem Personalsektor

Nachdem Alexander Heinrich nach seinem grippalen Infekt bereits am vergangenen Sonntag wieder zum Einsatz kam, wird zu diesem Wochenende auch das Comeback von Braden Pimm erwartet, der die ersten zwei Spiele nach der Deutschland-Cup-Pause noch verletzungsbedingt verpasste. Mit dabei sind auch wieder die Adler-Förderlizenzler Kevin Maginot und John Rogl sowie Angreifer Stefan Della Rovere. Der kürzlich nachlizenzierte Nachwuchsspieler Bastian Schirrmacher und Tim-Lucca Krüger werden ebenfalls im Kader der Huskies stehen. Neben Kapitän Manuel Klinge, für den die Saison bereits beendet ist, fehlt weiterhin noch Mittelstürmer Thomas Merl verletzungsbedingt. Zudem kommt Florian Kraus für die Hannover Indians zum Einsatz.

Aufbruchstimmung beim ESV Kaufbeuren

In der letzten Saison avancierte der ESV Kaufbeuren zum Überraschungsteam der Liga. Nach Platz 5 in der Hauptrunde wurden die Dresdner Eislöwen im Playoff-Viertelfinale eliminiert – das Aus gegen die Bietigheim Steelers im Halbfinale konnte den positiven Gesamteindruck nicht schmälern. Oft ereilt Überraschungsteams das Schicksal, dass sie anschließend von Schlüsselspielern verlassen werden, die besser dotierte Verträge von zahlungskräftigeren Clubs annehmen. Den Allgäuern gelang es aber, nahezu alle Leistungsträger zu halten. Dies gilt vor allem für das finnische Sturm-Trio Blomqvist, Karevaara und Laaksonen. Hinzu gestellte sich Mittelstürmer Charlie Sarault, der aus Bad Nauheim zum ESVK kam. Diese vier Kontingentspieler führen derzeit auch die interne Scorerliste an. Das Tor hütet weiterhin Stefan Vajs als einer der besten deutschen Torhüter der Liga.

Der Aufschwung des ESV Kaufbeuren macht sich außerdem im Umfeld bemerkbar. Seit dieser Saison tragen sie ihre Heimspiele in der neu errichteten Erdgas-Schwaben-Arena aus, die mit einer Kapazität von 3.100 Zuschauer ausgestattet ist. Aktuell ist das Team von Cheftrainer Andreas Brockmann auf Rang sieben platziert, sechs von neun Spiele auf heimischen Eis wurden erfolgreich gestaltet.

Hessenderby-Zeit!

Nach der Ära Rämö setzen die Roten Teufel Bad Nauheim in dieser Saison wieder auf eine deutsche Lösung im Tor. Felix Bick wechselte von der Düsseldorfer EG in die Wetterau. Auf eine finnische Note müssen die Fans dennoch nicht verzichten, da Ex-Husky Esa Lehikoinen die Abwehr der Kurstädter zusammenhält. Trotzdem ist der Kader der Roten Teufel  nordamerikanisch geprägt, denn mit Verteidiger Eric Meland sowie den Stürmern James Livingston, Mike McNamee und Cody Sylvester stehen gleich vier Spieler aus Übersee unter Vertrag. Zu den Leistungsträgern gehören außerdem weiterhin die „Oldies“ Radek Krestan und Dusan Frosch.

Nach eher durchwachsener letzter Saison haben die Wetterauer die Playoff-Qualifikation in dieser Spielzeit voll im Blick. Derzeit liegen sie auf Platz acht der Tabelle – ein besserer Rang blieb ihnen vor allem aufgrund einer gewissen Auswärtsschwäche verwehrt: Von neun Auswärtsspielen gewann das Kujala-Team lediglich acht.

Steelers grüßen wieder von der Spitze

Es scheint, als hätten die Bietigheim Steelers den Platz an der Sonne gepachtet. Nachdem die letzten beiden Saisons aber mit einer Finalniederlage gegen Kassel bzw. Frankfurt endeten, soll in der nun laufenden Spielzeit wieder der Titel her. Dazu wurde der Kader deutlich breiter aufgestellt, um mögliches Verletzungspech besser kompensieren zu können. Die Neuzugänge Tyler McNeely und Norman Hauner sorgen dafür, dass zusammen mit Shawn Weller eine frühere Rosenheimer Top-Sturmreihe wiedervereint ist. Dies hilft insbesondere Mittelstürmer Matt McKnight, auf dessen Schultern die Offensivlast in den letzten Saisons gehäuft lag. DEG-Neuzugang Alexander Preibisch sorgt dazu für eine weitere Portion Schnelligkeit im Kader, die zuvor schon durch Max Lukes und Benjamin Zientek keinesfalls unterrepräsentiert war. Auch im Steelers-Gehäuse weht frischer Wind, denn der 22-jährige Ilya Sharipov gibt sich keinesfalls mit der Backup-Rolle zufrieden, sondern bildet ein starkes Tandem mit dem etablierten Sinisa Martinovic.

Im bisherigen Saisonverlauf präsentierten sich die Steelers erneut heimstark und mit beinahe weißer Weste. 29 von 30 möglichen Punkten wurden geholt, nur den Kassel Huskies gelang es, bei ihrem Gastauftritt am zweiten Spieltag einen Punkt aus dem Ellental zu entführen.

Alles live bei Sprade TV

 Drei Spiele in fünf Tagen – und alle werden im Livestream auf www.sprade.tv übertragen. Zum Hessenderby gegen die Roten Teufel Bad Nauheim werden die Kassel Huskies außerdem einen Doppel-Kommentar anbieten, da neben Steffen König auch der Bad Nauheimer Marcel Bohl als Gast-Kommentator zum Einsatz kommen wird.

 

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