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Erst nach Freiburg, dann kommen die Eispiraten / Andy Reiss fällt kurzfristig aus

Mit ordentlich Rückenwind starten die Kassel Huskies in das bevorstehende Wochenende, denn die Heimsiege über Bad Nauheim und Bietigheim haben für großes Selbstvertrauen im Lager der Schlittenhunde gesorgt. Auch die Lage auf dem Personalsektor hat sich entspannt, zumal die jüngst lizenzierten Nachwuchskräfte Tim Lucca Krüger und Bastian Schirmacher mit forschen Auftritten in Sturmreihe vier für Furore sorgten. Auch die Förderlizenzspieler John Rogl und Kevin Maginot stehen im Huskies-Kader. Weiterhin verzichten müssen die Huskies allerdings auf Thomas Merl und Kapitän Manuel Klinge, für den die Saison bekanntlich bereits beendet ist. Mirko Pantkowski befindet sich zurzeit in Füssen und bereitet sich mit der U20-Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft vor. Zudem fällt Andy Reiss kurzfristig aufgrund einer Unterkörperverletzung aus.

Am Freitag, dem 1. Dezember reisen die Schlittenhunde nach Freiburg, wo sie ab 19:30 Uhr in der Franz-Siegel-Halle von den Wölfen empfangen werden. Zwei Tage später kommt es in der Kasseler Eissporthalle um 16 Uhr zum stimmungsvollen Aufeinandertreffen mit den Eispiraten Crimmitschau. Die Fans der Westsachsen treten mit einem Buskonvoi die Reise nach Nordhessen an und werden ihr Team lautstark unterstützen. Beide Spiele werden im Livestream auf www.sprade.tv übertragen, beim Spiel der Eispiraten in Kassel fungiert außerdem Michael Gawenda, der normalerweise von den Heimspielen der Crimmitschauer berichtet, als Gast-Kommentator.

Wölfe im Kampf um Platz 10

Die mit traditionell schmalem Budget ausgestatteten Wölfe Freiburg avancierten in der letzten Saison zu einem der Überraschungsteams der Liga, als sie zunächst mit der Pre-Playoff-Teilnahme den frühen Klassenerhalt sicherten und anschließend mit dem Sieg über Ravensburg sogar ins Viertelfinale einzogen. In dieser Spielzeit ist trotzdem der Klassenerhalt das oberste Ziel, das am liebsten mit der erneuten Pre-Playoff-Qualifikation erreicht werden soll. Das Team von Leos Sulak vermittelt einen hohen Identifikationsfaktor, da zahlreiche Spieler mit Freiburger Wurzeln im Kader stehen. Insbesondere sticht da die Sturmreihe mit Ex-Husky Chris Billich, Tobias Kunz und Nikolas Linsenmaier ins Auge, die sich auf dem Eis fast blind versteht. Neben Top-Torhüter Miroslav Hanuljak nehmen die Stürmer Radek Dudak, Jakub Babka und Mark Mancari die Kontingentplätze ein. Die beiden Letztgenannten schlossen sich den Breisgauern erst während der laufenden Spielzeit an. Hinzu gesellt sich außerdem (wieder) Mittelstürmer Ben Walker, der verletzungsbedingt zwei Monate pausieren musste, aber am vergangenen Dienstag beim Sieg über die Lausitzer Füchse sein Comeback feierte und den Wölfen vor allem am Bullypunkt weiterhilft. Trainer Leos Sulak hat insofern die Qual der Wahl zwischen fünf ausländischen Akteuren. Zukünftig verzichten muss der Coach auf Verteidiger Jannik Woidtke, von dem sich die Wölfe in gegenseitigem Einvernehmen getrennt haben.

Die Eispiraten entern die Liga

Eine späte Trainerverpflichtung, dazu kaum überzeugende Auftritte in der Vorbereitung – beim Fanlager der Eispiraten Crimmitschau war vor Saisonbeginn nicht sonderlich viel Optimismus zu spüren. Dies änderte sich jedoch mit Beginn der Spielzeit schlagartig. Das Team von Trainer Kim Collins startete mit vier Siegen in Folge und eroberte so die Tabellenspitze. Auch wenn sie den Platz an der Sonne kurz darauf räumen mussten – in den Playoff-Rängen haben sich die Westsachsen mittlerweile festgesetzt.

Patrick Pohl, der in der letzten Saison fast komplett die Last in der Offensive tragen musste, erhielt zu dieser Saison schlagkräftige Unterstützung. Dies gilt vor allem für das Sturmduo Jordan Knackstedt / Robbie Czarnik, das an der Spitze der internen Scorerwertung liegt. Auch die Verteidigung präsentiert sich deutlich offensiver. Hauptverantwortlich dafür ist neben dem slowenischen Routinier Ales Kranjc auch Elia Ostwald, der aus Weißwasser nach Crimmitschau wechselte. Auch Brock Maschmeyer, Neuzugang aus Bremerhaven, beschert der Defensive Agilität. Das Tor hütet inzwischen der Deutsch-Amerikaner Brett Kilar. Dieser kam aus Norwegen und löste Olivier Roy ab, den es unter der Woche in die DEL zog. Roy glänzte bis dato mit starken Leistungen und war ein Garant des Crimmitschauer Aufschwungs, insofern bleibt abzuwarten, ob Kilar ebenfalls in diese Rolle schlüpfen kann. Eine bittere Nachricht erreichte die Eispiraten am Donnerstag: Bernhard Keil wird das Team in Zukunft nicht mehr unterstützen können. Der 25-jährige Stürmer muss aufgrund von gesundheitlichen Problemen seine Profi-Karriere beenden. Die Kassel Huskies wünschen Bernhard Keil auf diesem Wege alles Gute für seine Gesundheit und für seine zukünftigen beruflichen Schritte.

Die Eispiraten werden am Sonntag von einer großen Anzahl eigener Fans unterstützt, die mit einem Buskonvoi nach Kassel kommen. Diesbezüglich werden Erinnerungen wach an die Viertelfinal-Playoffs der Saison 2007/08, als Huskies auf Eispiraten trafen, die Gäste ebenfalls mit nahezu 1.000 Fans anreisten und für eine tolle Atmosphäre in der Eissporthalle sorgten.

 

Steffen König

Medienteam

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