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Highlight-Wochenende für die Huskies

Mit vier „Dreiern“ in Folge und einer Serie von neun Heimsiegen am Stück im Rücken starten die Kassel Huskies in das bevorstehende DEL2-Wochenende. Herausragend präsentierte sich zuletzt vor allem das Unterzahlspiel der Schlittenhunde: Das letzte Tor mit einem Mann weniger auf dem Eis kassierten sie am 29. Oktober in Weißwasser, seitdem wurden 31 Unterzahlsituationen ohne Gegentor überstanden. Eine Qualität, die vor allem am Freitag gefragt sein wird, denn dann gastiert mit den Löwen Frankfurt das mit Abstand beste Powerplayteam der Liga in der Kasseler Eissporthalle, Spielbeginn ist 19:30 Uhr. Zwei Tage später macht sich dann ein Sonderzug mit über 600 Fans vom Kasseler Hauptbahnhof auf den Weg Richtung Bad Tölz, um die Huskies beim Auswärtsspiel gegen die Tölzer Löwen lautstark zu unterstützen.

Manuel Klinge (fällt bis Saisonende aus) und Mirko Pantkowski (bei der U20-Weltmeisterschaft Div.I) sind am Highlight-Wochenende nicht mit dabei – ein großes Fragezeichen steht hinter den Einsätzen von Thomas Merl, Andy Reiss und Toni Ritter. Weiter unterstützt werden die Huskies von den Förderlizenzspielern John Rogl und Kevin Maginot.

 

Löwen peilen die Tabellenspitze an

Nach dem DEL2-Meistertitel im April dieses Jahres gehören die Löwen Frankfurt auch in dieser Saison zu den Topfavoriten auf den Siegerpokal. Von einem Meister-Fluch, den die amtierenden Titelträger in den letzten Jahren stets befiel, war in der Mainmetropole bisher noch nicht viel zu spüren, denn das Team von Cheftrainer Paul Gardner liegt lediglich einen Zähler hinter dem Tabellenführer aus Bietigheim.

Zu dieser Saison entschieden sich die Verantwortlichen dafür, die vier verfügbaren Ausländerlizenzen komplett in den Sturm zu investieren. Zu den Meisterspielern Pat Jarrett, C. J. Stretch und Matt Pistilli gesellte sich außerdem Wade MacLeod. Dieser sollte ursprünglich schon vor einem Jahr für die Löwen aufs Eis gehen, eine Tumorerkrankung durchkreuzte diese Pläne aber tragischerweise. Heute ist MacLeod allerdings vollständig genesen und wirbelt mit einem Jahr Verspätung nun die Defensivreihen der Gegner durcheinander. Neben Topscorer C. J. Stretch und dem Deutsch-Kanadier Tyler Gron sind insbesondere zwei Abwehrspieler die beste Offensive der Liga verantwortlich: Tim Schüle und Dominik Tiffels kamen aus der DEL nach Frankfurt und glänzten bereits mit läuferischer Klasse, Spielübersicht und Torgefahr.

Brett Jaeger, MVP der letzten Playoffs, ist nach einem Bandscheibenvorfall noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Ihn vertreten derzeit noch die jungen Florian Proske und Hannibal Weitzmann, die beide eine Fangquote von über 90 % vorweisen können.

Das Hessenderby wird im Livestream auf www.sprade.tv übertragen.

 

Sonderzug rollt zu den Tölzer Löwen

Fast schon traditionell machen sich die Fans der Kassel Huskies einmal pro Saison per Sonderzug auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel. Diesmal führt die Reise nach Bad Tölz, wo die Schlittenhunde am Sonntag ab 17 Uhr auf die heimischen Löwen treffen.

Die Tölzer Löwen sicherten sich in diesem Frühjahr mit der Finalteilnahme in der Oberliga Endrunde die sportliche Qualifikation für die DEL2. Nachdem man im Jahr 2012 noch auf den Aufstieg verzichtete, wurde nun der Schritt gewagt. Mit knappem Budget ausgestattet zählt für das Team von Rick Böhm nur der Klassenerhalt.

Topscorer der Löwen ist derzeit ein alter Bekannter: Mit 22 Punkten grüßt Philipp Schlager von der Spitze der internen Wertung. Leistungsträger ist neben Andreas Schwarz, der zu den punktbesten Verteidigern der Liga gehört, auch Oldie und Ex-Husky Klaus Kathan, der im Alter von 40 Jahren den Sprung in die DEL2 nicht bereut haben dürfte. Mit Joonas Vihko kehrte vor kurzem ein finnischer Routinier nach mehrwöchiger Verletzungspause in den Kader zurück und soll der Offensive künftig mehr Tiefe verleihen.

Derzeit tragen die Löwen als Tabellenletzter zwar die Rote Laterne durch die Liga spazieren, gerade vor heimischer Kulisse gelang ihnen jedoch bereits die ein oder andere Überraschung. Die Konkurrenz aus Bayreuth, Weißwasser, Freiburg, Heilbronn und Garmisch-Partenkirchen verließ das Eis der Hacker-Pschorr-Arena bereits als Verlierer.

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