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Huskies missglückt die Revanche

Zum letzten Heimspiel des Jahres empfingen die Huskies den SC Riessersee in der Kasseler Eissporthalle. Die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen hatten sich über die letzten Jahre zum Angstgegner der Nordhessen gemausert, so dass die Huskies vor Beginn der heutigen Partie seit sechs Spielen auf einen Sieg gegen die Werdenfelser warteten. Insbesondere das letzte Gastspiel der Garmischer in der Eissporthalle Anfang Oktober war den Nordhessen noch in bester Erinnerung, als die Schlittenhunde eine schmerzliche 5:9-Niederlage hatten hinnehmen müssen.

Diesmal kamen die Kasseler jedoch gut in die Partie. Bereits nach drei Minuten kreisten die Schals der 4.871 Zuschauer das erste Mal, als Jens Meilleur eine scharfe Hereingabe von Goldhelm Braden Pimm unhaltbar für Kevin Reich abgefälscht hatte. Doch der Führungstreffer tat in der Folge primär den Gästen gut. Auf Richie Muellers Versuch über den linken Flügel hatte Pantkowski noch die passende Antwort parat, gegen Andi Eders Schuss ins rechte Kreuzeck war dann aber auch der Kasseler Zerberus machtlos (11.). Und es kam noch schlimmer für die Huskies. Keine zwei Minuten später erhöhte der Kanadier Louke Oakley nach einem dicken Abwehrschnitzer der Nordhessen gar auf 1:2 und stellte die Partie auf den Kopf.

Auch im Mitteldrittel hielten die bayrischen Gäste das Heft des Handelns zunächst weiter in ihren Händen. Immer wieder tauchten die Werdenfelser gefährlich vor dem Gehäuse der Huskies auf. Folgerichtig erhöhten die Gäste in Person von Valentin Gschmeißner kurz nach Wiederbeginn auf 1:3. Doch auch die Huskies hatten immer wieder gute Gelegenheiten auf Treffer, Adriano Carciola (26.) und Evan McGrath fanden ihren Meister im SCR-Torsteher Reich. Erst als sich Marco Müller von der blauen Linie ein Herz fasste und flach zum 2:3 traf, war auch Reich machtlos (32.). Gegen Heinrich und Pimm (beide 37.) war der Goalie jedoch wieder zur Stelle und hielt den Vorsprung seiner Mannen fest. Und als sich alle Zuschauer gedanklich bereits in der Drittelpause befanden, schlugen die Gäste nochmal zu. Lubor Dibelka war der Nutznießer einer Ungenauigkeit im Kasseler Aufbauspiel und ließ Pantkowski 50 Sekunden vor Drittelende zum 2:4 keine Chance.

Mit der anspruchsvollen Aufgabe zwei Tore aufzuholen, starteten die Nordhessen in die letzten 20 Minuten. Gleich zu Beginn des Abschnitts hatte Andy Reiß den Anschluss auf der Kelle, doch wieder war Zerberus Reich zur stelle (42.). Auch gegen Evan McGraths Schuss aus der Drehung hatte der gebürtige Iserlohner ein Rezept. Und als Reich in der 51. Minute bei Wisniewskis Schlagschuss endlich geschlagen war, half ihm das Gestänge seines Gehäuses. So tickte die Stadionuhr immer weiter gen null, bis Richie Mueller wenige Sekunden vor Schluss in das verwaiste Kasseler Tor zum entscheidenden 2:5 traf.

Mit dieser Niederlage verabschiedeten die Huskies nicht nur das Jahr 2017, sondern auch die seit Anfang Oktober andauernde Serie an Heimsiegen. Im neuen Jahr haben die Schlittenhunde dann die Möglichkeit, gegen den ESV Kaufbeuren (05.01.2018, 19:30 Uhr) von vorne zu beginnen.

 

Tim Rosenthal
Huskies-Medienteam

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