Löwen-Wochenende für die Huskies

Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge haben die Kassel Huskies am vergangenen Sonntag endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern können. Der 6:3-Sieg im Crimmitschauer Sahnpark kam gerade recht, um Selbstvertrauen zu sammeln, denn an diesem Freitag steht bei den Löwen Frankfurt das prestigeträchtige Hessenderby auf dem Programm. Das erste Bully fällt um 19:30 Uhr. Zwei Tage später treffen die Schlittenhunde um 18 Uhr in der heimischen Eissporthalle auf ein weiteres Löwen-Team. Ex-Husky Klaus Kathan kehrt mit seinen Tölzer Löwen nach Nordhessen zurück. Beide Spiele werden im Livestream auf www.sprade.tv übertragen.

Derby-Klassiker in Frankfurt (Freitag, den 19. Januar, 19:30 Uhr, Eissporthalle am Ratsweg)

Quasi parallel zu den Huskies haderten auch die Löwen Frankfurt im neuen Jahr mit ihrer Form. Zunächst hagelte es klare Niederlagen gegen Heilbronn, Crimmitschau, den SC Riessersee und Kaufbeuren, ehe am Sonntag in Freiburg wieder ein ungefährdeter Dreier eingefahren wurde. Als amtierender Meister gingen die Löwen erneut als Titelanwärter in die Saison. Den (eigenen) hohen Ansprüchen wurden sie zunächst auch gerecht, in den letzten Wochen verpasste man jedoch den Anschluss an den Spitzenreiter aus Bietigheim und musste auch den SC Riessersee passieren lassen. Als ein Grund dafür ist sicherlich auch das Verletzungspech zu nennen, dass die Südhessen zuletzt plagte. Mit Nils Liesegang kehrte vor kurzem zwar ein Führungsspieler ins Team zurück, mit Mike Card fehlt allerdings ein wichtiger Abwehrakteur über Wochen und auch die Lage im Tor treibt Chefcoach Paul Gardner und Sportdirektor Franz Fritzmeier Sorgenfalten auf die Stirn. Der Playoff-MVP 2017, Brett Jaeger, kehrte nach Rückenverletzung und mehrmonatiger Pause zwar in den Kasten zurück, Entlastung ist jedoch derzeit nicht in Sicht, da mit Hannibal Weitzmann und Florian Proske die Backup-Kandidaten noch länger fehlen werden.

Das Duell zwischen Löwen und Huskies ist auch das Aufeinandertreffen der beiden besten Powerplay-Teams der Liga. Frankfurt führt diese Kategorie mit 26,4% Erfolgsquote an, Kassel folgt mit 22,6% dahinter.

Tölzer Löwen im Kampf um den Abstieg (Sonntag, den 21. Januar, 18 Uhr, Kasseler Eissporthalle)

In Planung auf die Saison setzte der Oberliga-Aufsteiger aus Bad Tölz auf eine Mischung aus DEL2-erfahrenen Akteuren wie Marcel Rodman und Philipp Schlager sowie Eigengewächsen wie Kapitän Florian Strobl oder Johannes Sedlmayer. Beide Eigenschaften vereint unter anderem Klaus Kathan. Dieser wurde in Bad Tölz geboren und kehrte als hochdekorierter Nationalspieler und anerkannter DEL-Akteur im Spätherbst seiner Karriere zu den Löwen zurück.

Nachdem die „Buam“ zu Saisonbeginn sieben Niederlagen am Stück einstecken mussten, stabilisierten sie sich im weiteren Saisonverlauf und landeten unter anderem Achtungserfolge gegen Kaufbeuren, Heilbronn, Kassel und den SC Riessersee. Dennoch sieht nach jetzigem Stand alles danach aus, dass die Löwen die Playdowns nicht vermeiden können, was die Verantwortlichen dazu veranlasste, auf dem Personalsektor aktiv zu werden. Neben dem finnischen Torhüter Mikko Rämö wurde zuletzt mit dem US-Amerikaner Casey Borer ein Verteidiger verpflichtet, der bereits 16 Mal in der NHL auflief und die letzten vier Jahre in der DEL bei den Eisbären Berlin und den Nürnberg Ice Tigers verbrachte. Beide sollen die wacklige Defensive stabilisieren, mit 140 Gegentoren liegen die Löwen in dieser Wertung zusammen mit den Bayreuth Tigers auf dem letzten Platz.

 

Steffen König

Medienteam

Beitrag teilen: