Huskies schlagen „Buam“ im Shootout

Zum insgesamt dritten Aufeinandertreffen der laufenden Saison empfingen die Kassel Huskies am heutigen Sonntag den Aufsteiger Bad Tölz. Die Tölzer Löwen hatten sich im bisherigen Saisonverlauf als schwieriger Gegner für die Nordhessen erwiesen und hofften diesen Trend auch beim zweiten Gastspiel in Nordhessen fortsetzen zu können.

 

Zunächst bestimmten jedoch die Nordhessen das Geschehen. Allen voran die vierte Reihe um den zum Stürmer umfunktionierten Andy Reiss sorgte immer wieder für Gefahr vor dem Kasten des finnischen Keepers Mikko Rämö. So war es auch die Formation um den gebürtigen Hannoveraner, die die Nordhessen zuerst auf die Anzeigetafel brachte. Patrick Klöpper war der Nutznießer einer Energieleistung Reiss’, der zuvor noch an Rämö gescheitert war (4.). Doch in der Folge kamen die Gäste aus Oberbayern besser ins Spiel. Nach einem Querpass von Casey Borer stand Julian Kornelli ungedeckt am langen Pfosten und schob problemlos gegen den bereits geschlagenen Pantkowski ein (5.). Den schnellen Ausgleichstreffer verdienten sich die Tölzer „posthum“ durch die folgenden Chancen von Borer (7.), Sedlmayr (8.) sowie Kornelli (10.) hinreichend. Für die Huskies wurde es lediglich beim Lattentreffer von Kevin Maginot nochmal gefährlich (8.)

 

Das Chancenplus konnten die Gäste aus Bayern jedoch erst im zweiten Drittel in Tore ummünzen. Nachdem Jens Meilleur in der 25. Minute einen Alleingang nicht zur Führung hatte nutzen können, machte es Hannes Sedlmayr auf Seiten der „Buam“ besser. Im Break verlud der gebürtige Tölzer Pantkowski und brachte seine Mannen erstmals in Führung. Die Huskies steckten jedoch nicht auf und konnten durch „Goldhelm“ Braden Pimm nur zwei Minuten später den erneuten Ausgleich erarbeiten. Jetzt kamen die Schlittenhunde richtig in Fahrt. ECK-Verteidiger John Rogl zog in der 32. Minute einfach mal von der blauen Linie ab und erzielte prompt sein erstes Saisontor. Doch auch die Gäste gaben sich kämpferisch. Postwendend besorgte Florian Strobl den 3:3-Ausgleich (32.).

 

Und auch ins Schlussdrittel kamen die Oberbayern zunächst besser. In Überzahl erzielte Ex-Husky Klaus Kathan kurz nach Wiederbeginn den 4:3-Führungstreffer (41.), doch der stark aufspielende Patrick Klöpper stellte bereits wenige Minuten später den Gleichstand auf der Anzeigetafel wieder her (46.). Die Huskies drängten in der Folge auf die Führung, doch die Chancen endeten allesamt bei Mikko Rämö oder aber am Pfosten des von ihm gehüteten Gehäuses. Kurz vor der Partie drohte dann der Nackenschlag für die Nordhessen. Marcel Rodman nutzte eine Unachtsamkeit in der Kasseler Deckung und erzielte die späte Führung für seine Farben (58.). Nun setzten die Huskies alles auf eine Karte und tauschten Pantkowski für einen weiteren Stürmer ein. Und das Risiko brachte den Erfolg! Erneut war es Patrick Klöpper, der einen Rebound im Slot als erster unter Kontrolle bekam und Rämö zum 5:5 überwand (59.).

In der Overtime folgten trotz Chancen auf beiden Seite keine weiteren Treffer, so dass das Pentaltyschießen für die Entscheidungsfindung herhalten musste. Hier behielten die Huskies aufgrund der Treffer von Meilleur und Wisniewski das bessere Ende für sich und sicherten schlussendlich sich zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.

Tim Rosenthal
Huskies-Medienteam

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