Huskies verlieren Torfestival gegen Ravensburg

Am 40. DEL2-Spieltag empfingen die Kassel Huskies die Ravensburg Towerstars zum Verfolgerduell. Für die Schlittenhunde ging es darum, die Gäste aus Süddeutschland auf Distanz zu halten, dabei konnten sie neben dem wieder genesenen Michael Christ auch auf Neuzugang Tyler Gron bauen. Das Tor hütete Markus Keller.

Dessen Arbeitstag war aber bereits nach knapp vier Minuten beendet. Ihre ersten beiden Tormöglichkeiten nutzten die Gäste durch Buzzeo und Lapsansky, Keller wurde anschließend von Mirko Pantkowski abgelöst. Doch auch dieser musste wenig später hinter sich greifen. David Zucker netzte zum 0:3 ein und sorgte dafür, dass die Huskies zu diesem frühen Zeitpunkt auf die Verliererstraße gerieten.

Dabei war den Schlittenhunden offensiv kein großer Vorwurf zu machen, höchstens der, dass sie einige Großchancen nicht nutzten. Gron, Wisniewski, McGrath und Merl gelang es nicht, den fehlerfreien Towerstars-Torhüter Jonas Langmann zu schlagen. Auf der Gegenseite kamen die Gäste in der Schlussphase des ersten Drittels zu weiteren guten Möglichkeiten. Justin Buzzeo hätte bei seinen Versuchen die Gästeführung durchaus ausbauen können.

Im zweiten Drittel legten die Huskies offensiv noch eine Schippe drauf und nutzten endlich auch ihre Möglichkeiten. Klöpper überwandt Langmann in Überzahl per Rückhand, Merl schaffte dies kurz darauf aus spitzem Winkel. Die Schlittenhunde waren per Doppelschlag in den Minuten 24 und 25 auf 2:3 herangekommen und drängten nun sogar auf den Ausgleichstreffer. Doch wie schon im ersten Abschnitt kam in dieser Phase der entscheidende, letztlich spielentscheidende Unterschied zum Vorschein. Im Gegensatz zu den Towerstars nutzten die Huskies ihre Möglichkeiten nicht. Meilleur und Reiss scheiterten aus dem Slot, Gron aus der linken Halbposition und McGrath fand bei seiner Direktabnahme in Überzahl in Jonas Langmann seinen Meister. Der Ausgleich lag mehrfach in der Luft, doch mitten in die Kasseler Drangphase hinein zeigten die Gäste wieder ihre Qualität aus der Anfangsphase der Partie: Der gerade von der Strafbank wiedergekommene Daniel Pfaffengut schloss einen Konter zum 2:4 ab, Roloff stellte aus ähnlicher Position mit seinem Treffer zum 2:5 den alten Abstand von drei Toren wieder her. Knapp drei Minuten vor der zweiten Sirene sahen sich die Huskies so weit wie nach sieben Minuten im ersten Drittel.

Wer auf einen Sturmlauf der Gastgeber zu Beginn des Schlussabschnitts hoffte, wurde enttäuscht, denn es waren die Gastgeber, die sich zunächst gute Möglichkeiten erspielten und letztlich verdient durch Schwamberger nach 47 Minuten das 2:6 erzielte. Alles sprach für die gleichbedeutende Vorentscheidung, zumal den Huskies es in der Folge zunächst kaum gelang, Druck zu erzeugen. Sechs Minuten vor Schluss netzte Marco Müller jedoch per Schlagschuss zum 3:6 ein und sorgte dafür, dass nochmal ein Ruck durchs Team ging. Rico Rossi nahm nun Mirko Pantkowski zu Gunsten eines sechsten Feldspieler vom Eis und diese Maßnahme verfehlte ihr Ziel nicht: Zweieinhalb Minuten vor Schluss fälschte Merl einen Wisniewski-Schuss zum 4:6 ab, zwei Minuten später verkürzte Meilleur aus kurzer Distanz sogar auf 5:6.

Die Schlittenhunde waren unverhofft wieder im Spiel. In der Schlussminute lag tatsächlich kurz der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich in der Luft, Braden Pimm brachte die Scheibe im Stochern allerdings nicht an Langmann vorbei. 40 Sekunden sorgte David Zucker mit seinem Schuss ins leere Tor für die endgültige Entscheidung und den 5:7-Endstand.

 

Steffen König
Huskies-Medienteam

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