Michi Christ zurück – Huskies wollen Verfolger auf Distanz halten

Die Kassel Huskies stehen vor einem wegweisenden Wochenende. An diesem Freitag wird das letzte Viertel der Hauptrunde eingeläutet, 13 Spiele sind bis zu den Playoffs noch zu absolvieren. Nach der Niederlage beim SC Riessersee am Dienstag beträgt der Rückhand auf die zweitplatzierten Garmischer aktuell elf Punkte. In Reichweite sind bei drei Punkten Rückstand zwar die Löwen Frankfurt auf Rang 3, in den letzten Wochen machte allerdings auch das Verfolgerfeld Boden auf die Schlittenhunde gut.

Um an den Konkurrenten aus Südhessen heranzurücken und gleichzeitig den Abstand auf die Verfolger zu vergrößern, wird Tyler Gron die Schlittenhunde bereits am Freitagabend verstärken. Weiterhin kehrt Michael Christ nach überstandener Verletzungspause in den Kader zurück. Lukas Koziol wird hingegen nicht mehr das Huskies-Trikot tragen – der 21-Jährige geht in Zukunft für die Löwen Frankfurt auf Puckjagd.

Ravensburg Towerstars (Freitag, dem 26. Januar, 19:30 Uhr, Eissporthalle Kassel)

Als schärfster Verfolger haben sich dabei die Ravensburg Towerstars herauskristallisiert. Das zu dieser Saison runderneuerte Team hatte zu Beginn der Spielzeit Probleme sich zu finden, aus den ersten sieben Spielen ging man nur zwei Mal als Sieger vom Eis. Je länger die Saison andauerte, desto besser kam das Team von Jiri Ehrenberger allerdings in Fahrt. Neben dem SC Riessersee gelten die Towerstars derzeit als Mannschaft der Stunde, von den letzten acht Spielen wurden sieben gewonnen. Prunkstück der Süddeutschen ist dabei die Offensive, mit 156 Treffern stellen sie derzeit die Torfabrik der Liga. Herausragend präsentiert sich im Jahr 2018 vor allem das Powerplayspiel mit einer Erfolgsquote von 30%. Diese Qualität ist vor dem Hintergrund, dass mit Mathieu Pompei und Jakub Svoboda zwei wichtige Kontingentstürmer fehlen, umso höher zu bewerten. Zum Lazarett gesellte sich zuletzt auch Top-Torschütze Robin Just, der aufgrund eines Handbruchs pausieren muss.

Dresdner Eislöwen (Sonntag, dem 28. Januar, 17 Uhr, EnergieVerbund Arena Dresden)

Während sich die Ravensburg Towerstars deutlich im Aufwind befinden, haben die Dresdner Eislöwen aktuell mit einer Negativserie zu kämpfen. Die letzten fünf Spiele gingen allesamt verloren, den letzten Sieg holte die Mannschaft um Cheftrainer Franz Steer am 5. Januar gegen Bad Nauheim. Dazu lässt Steers persönliche Bilanz gegen die Huskies nicht unbedingt Hoffnung auf eine Trendwende aufkommen, denn in 15 Duellen gelang ihm lediglich ein Erfolg – mit den Starbulls Rosenheim am 13. November 2016. Dennoch liegt die Hoffnung der Eislöwen auf ihren Schlüsselspielern: Torhüter Marco Eisenhut gehört mit einer Fangquote von fast 92% zu den Top3 der DEL2-Stammtorhüter. Im Sturm mauserte sich der Deutsch-Österreicher Alexander Höller zum Topscorer seines Teams, im Zusammenspiel mit Martin Davidek gehörte er während der angesprochenen Niederlagenserie zu den Lichtblicken. Eine Steigerung wird dazu von den kanadischen Angreifern Nick Huard und Matt Siddall erwartet.

Beide Spiele des bevorstehenden Wochenendes werden im Livestream auf Sprade TV übertragen.

 

Steffen König & David Nolte
Medienteam

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