Huskies starten in Weißwasser ins Wochenende / Sonntag: Heimspiel vs. Bayreuth

Lausitzer Füchse (Freitag, dem 2. Februar, 19:30 Uhr, Eisarena Weißwasser)

Vor allem an die Schlussphase des ersten Saisonauftritts in Weißwasser haben die Kassel Huskies gute Erinnerungen. Am 29. Oktober des letzten Jahres lagen die Schlittenhunde bis 53 Sekunden vor Schluss mit 1:3 zurück, ehe Carciola und Kuchejda mit ihren Treffern die nicht mehr für möglich gehaltene Verlängerung erzwangen. Dort sorgte Lukas Koziol für das Siegtor. Auch die beiden Duelle in Kassel wurden erst nach Verlängerung entschieden, Manuel Klinge bzw. Braden Pimm besorgten da die „Gamewinner“.

Gut möglich also, dass die Entscheidung im vierten Aufeinandertreffen ebenfalls nach mehr als 60 Minuten fällt. Die aktuelle Form stimmt jedenfalls bei den Lausitzer Füchsen, vier der letzten fünf Spiele gestalteten sie erfolgreich, zuhause können sie derzeit eine Serie von drei Siegen in Folge vorweisen. Das Zepter hinter der Bande schwingt inzwischen Robert Hoffmann, der den im November zurückgetretenen Hannu Järvenpää beerbte. Kurz zuvor nahmen die Lausitzer auch Änderungen im Bereich der Kontingentspieler vor. Man trennte sich von den zu selten überzeugenden Angreifern Chris Bódo und Viktor Lennartsson, zurück in den Fuchsbau kamen mit Roope Ranta und Jeff Hayes zwei Publikumslieblinge der vergangenen Saison. In der letzten Woche wurde außerdem der finnische Verteidiger Jimi Santala verpflichtet, möglicherweise feiert er am Freitag gegen die Huskies sein Debüt. Zum Kader gehört inzwischen auch Verteidiger Marc Kohl, der aus Bad Nauheim kam und sich im Rahmen eines Tryouts empfahl.

Trotz acht Punkten Rückstand auf Platz 10 haben die Füchse die Qualifikation für die Pre-Playoffs noch nicht abgehakt. Vor allem das zuletzt wiedererlange Selbstvertrauen sorgt in der Lausitz für Hoffnung, dass das Abstiegsgespenst frühzeitig verjagt werden kann.

 

Bayreuth Tigers (Sonntag, dem 4. Februar, 18:00 Uhr, Eissporthalle Kassel)

Der Sprung auf Rang 10 ist hingegen für die Bayreuth Tigers nur noch theoretisch möglich. Realistisch betrachtet müssen sich die Fans aus der Wagnerstadt in dieser Saison auf Playdowns und Abstiegskampf einstellen, dabei startete auch diese Spielzeit vielversprechend. Wie schon in der letzten Saison stellte man mit unangenehmem, defensivstarkem Eishockey dem ein oder anderen großen Team ein Bein. Auch die Huskies stolperten in Bayreuth, unterlagen am 24. September mit 1:2 nach Verlängerung. Ein zwischenzeitlicher achter Tabellenplatz nährte die Hoffnung der Fans auf eine erneute Überraschungssaison, bald kehrte jedoch Ernüchterung ein, die sich auch auf zwischenzeitlichem Verletzungspech begründete. Phasenweise konnten die Tigers keine drei Blöcke aufs Eis bringen. Es hagelte 17 Niederlagen in 18 Spielen, der Absturz ans Tabellenende war die logische Konsequenz. Mit Siegen über Dresden, Heilbronn und Bad Nauheim stabilisierten sich die Wagnerstädter inzwischen jedoch wieder.

Während Ex-Husky Mathias Müller zusammen mit Oldie Jozef Potac die Defensive zusammenhält, sorgt ein kanadisches Duo im Sturm für Torgefahr. Éric Chouinard und Anthony Luciani stießen erst Ende November zum Team, haben sich inzwischen aber an die Spitze der internen Scorerwertung gesetzt. Vor allem Luciani erarbeitete sich mit 20 Toren in 23 Spielen schnell den Ruf eines eiskalten Torjägers, der aus nahezu jeder Position den Torabschluss sucht.

Diese Beiden ersetzten das glücklose Sturmduo Pesut/Bárta und sorgen inzwischen für Entlastung der sogenannten „K-G-B-Reihe“. Ivan Kolozvary, Andreas Geigenmüller und Michal Bartosch trugen bereits in der Aufstiegssaison 2015/16 einen Großteil der Offensivlast und knüpften in der letzten Spielzeit auf Zweitliganiveau an diese starken Leistungen an.

Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt liegen außerdem auf dem tschechischenTorhüter Tomas Vosvrda, der auch in dieser Spielzeit mit über 91% Fangquote als großer Rückhalt der Tigers fungiert.

Beide Huskies-Spiele werden per Livestream auf www.sprade.tv übertragen.

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