Melichercik und Walters kehren ins Team zurück

Kassel, 20. Dezember 2018. Normalerweise sollte in der Weihnachtszeit Ruhe und Besinnlichkeit einkehren, für Eishockeyspieler steht in der Zeit von Ende Dezember bis Anfang Januar jedoch traditionell eine Terminhatz auf dem Programm. Acht Spiele innerhalb der nächsten 17 Tage sind zu absolvieren- umso wichtiger ist es, dass Torhüter Marcel Melichercik und Verteidiger Nick Walters nach überstandenen Verletzungen wieder einsatzbereit sind und Cheftrainer Tim Kehler somit auf einen breiten Kader bauen kann.

Für die Spiele gegen die Tölzer Löwen (Freitag, 19:30 Uhr) und bei den Löwen Frankfurt (Sonntag, 18:30 Uhr) werden zwar keine Förderlizenzspieler aus Wolfsburg zur Verfügung stehen, Tim Lucca Krüger wird aber nach seinem Einsatz für Braunlage am vergangenen Sonntag ins Team zurückkehren. Welcher der fünf Importspieler zum Einsatz kommt, wird jeweils am Spieltag entschieden.

An diesem Wochenende erwartet die Huskies mit den Tölzer Löwen und den Löwen Frankfurt zwei Gegner mit unterschiedlichen Ansprüchen. Die „Buam“ aus Bayern kämpfen – als derzeit 12. und punktgleich mit den Huskies – um den Klassenerhalt, während die runderneuerten Frankfurter mit drei Punkten Rückstand auf Ravensburg die Tabellenspitze im Blick haben und als Favorit ins Hessenderby gehen.

Zum morgigen Heimspiel gegen die Tölzer Löwen bietet die Orangerie ein besonderes Weihnachtsgeschenk an, denn alle Fans, die zum Spiel kommen, können am Sonntag, dem 23. Dezember, zum Sonderpreis von 15,- € am Brunch im Schloss Orangerie teilnehmen. Reserviert euren Platz für Sonntag und zeigt einfach eure Karte vom Tölz-Spiel vor. Das Angebot gilt selbstverständlich auch für Dauerkarten- und VIP-Kunden.

Die nächsten beiden Huskies-Gegner im Kurzportrait:

Tölzer Löwen (Freitag, 21. Dezember, 19:30 Uhr, Kasseler Eissporthalle)

Die Tölzer Löwen ließen nach dem Klassenerhalt in der 2. Playdownrunde in der letzten Saison in diesem Sommer mit namhaften Verpflichtungen aufhorchen und vermittelten so den Anspruch, die Klasse in dieser Spielzeit auf schnellerem Wege zu halten. Das Tor hütet der Deutsch-Kanadier Ben Meisner. Die Verantwortlichen entschieden sich zudem, zwei Import-Stellen in die Abwehr zu investieren, diese werden von den kompletten Verteidigern Kevin Wehrs und Casey Borer eingenommen. Der Ungar Wehrs ist zusammen mit Andreas Schwarz auch für den Vorwärtsgang zuständig.

Die Torproduktion lastet in erster Linie auf den Schultern der Kanadier Kyle Beach und Stephen MacAulay. Flügelstürmer Beach ist mit 40 Punkten sogar unter den Top 5 der ligaweiten Topscorer platziert. Unterstützt wird das Duo zum einen von Ex-Husky Philipp Schlager und dem ehemaligen Bad Nauheimer Andreas Pauli, zum anderen durch Lubor Dibelka. Der 35-jährige Rechtsschütze gehörte in der letzten Saison noch mit Andreas Driendl und Richard Mueller zur Riesserseer Top-Sturmreihe, schloss sich im Sommer aber den Tölzer Löwen an. Nach mehrwöchiger Verletzungspause kämpft Dibelka derzeit jedoch noch um den Anschluss und hat seine Topform bisher noch nicht erreicht.

Wie erwähnt liegen die Tölzer Löwen aktuell auf Platz 12, sind aber punktgleich mit den Kassel Huskies. Der direkte Vergleich der beiden Teams in dieser Saison zeigt sich ausgeglichen. Die Schlittenhunde gewannen das erste Aufeinandertreffen in Kassel mit 6:2, Anfang November schlugen die Löwen mit einem 4:3-Sieg auf eigenem Eis zurück.

Löwen Frankfurt (Sonntag, 23. Dezember, 18:30 Uhr, Eissporthalle am Ratsweg)

In Vorbereitung auf die laufende Saison gingen die Löwen Frankfurt einen neuen Weg und setzten bei der Kaderplanung den Schwerpunkt bewusst auf junge, hungrige deutsche Spieler, ohne den Faktor Erfahrung zu vernachlässigen. Das Vertrauen wurde dem ebenfalls jungen, finnischen Trainer-Dreigestirn Matti Tiilikainen, Marko Raita und Valtteri Salto übertragen, wobei Letztgenannter für das Torhütertraining zuständig ist.

Auf dieser Position konnte er vor kurzem einen Neuzugang begrüßen. Während es Felix Bick zurück in die Wetterau zog, nahm dessen Stelle der Deutsch-Russe Ilya Andryukhov ein, der bereits über KHL-Erfahrung verfügt und nun mit Haie-Förderlizenzler Bastian Kucis das Keeper-Tandem der Löwen bildet.

Die Abwehr wird von den erfahrenen Tim Schüle und Dan Spang geführt, um sie herum tummeln sich mit dem offensivstarken Maximilian Faber, Ex-Husky Kevin Maginot und Leon Hüttl die angesprochenen jungen Wilden.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Blick auf den Angriff. Mathieu Tousignant, Matt Pistilli, Kapitän Adam Mitchell und der 38-jährige Eduard Lewandowski verkörpern pure Erfahrung. Auch der finnische Spielmacher Antti Kerälä kehrte unlängst nach überstandener Verletzung ins Team zurück. In deren Windschatten haben unter anderem die Mittelstürmer Lukas Koziol und Mike Fischer sowie die Brüder Markus und Magnus Eisenmenger die Möglichkeit, zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Das von Sportdirektor Franz-David Fritzmeier entworfene Konzept ging bisher voll auf. Die Löwen liegen derzeit nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Ravensburg und können sich bei Personalknappheit auf den Förderlizenzpartner aus Köln verlassen, der insgesamt acht Spieler für die Südhessen lizenziert hat.

In den bisherigen beiden Aufeinandertreffen hatten die Kassel Huskies klar das Nachsehen. Das erste Duell in Frankfurt ging mit 2:5 verloren, dort ließen sich die Schlittenhunde innerhalb von knapp sechs Minuten vier Tore in eigener Unterzahl einschenken. Und den Vergleich in Kassel entschieden die Löwen nach ausgeglichenen ersten 15 Minuten mit 4:0 für sich. Gelingt Tim Kehler bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte die Revanche?

Beitrag teilen: