3:1 – Huskies siegen auch gegen Deggendorf

Mit vier Heimsiegen in Serie haben sich die Kassel Huskies vom Heimspieljahr 2018 verabschiedet. Gegen das Schlusslicht der DEL2, den Deggendorfer SC, feierten die Huskies einen mühsamen 3:1-Sieg (1:1; 0:0; 2:0). Bei den Hausherren gab es vor dem Spiel zwei Änderungen: Marcel Melichercik kehrte zurück ins Gehäuse, dafür musste Sam Povorozniouk Platz auf der Tribüne nehmen.

Mit Schwung starteten zunächst die Gäste in die Partie. Bereits nach wenigen Sekunden verfehlte Topscorer Kyle Gibbons nur knapp sein Ziel. Auf der Gegenseite hatte die 3621 Zuschauer nach sieben Minuten erstmals den Torschrei auf den Lippen. Nach feinem Pass von Richie Mueller tauchte Corey Trivino alleine vor Gästekeeper Cody Brenner auf, scheiterte aber an dessen Schonern. Besser machte es dagegen Robin Deuschl. Bei einem Konter musste Melichercik den Schuss von Senft abprallen lassen, Deuschl drückte den Puck über die Linie (8.). Ein Treffer, der die Gastgeber aufweckte. Immer wieder setzten sich die Huskies in der Offensivzone fest, fanden aber keinen Weg durch die kompakte Hintermannschaft des DSC. Und sie mussten aufpassen, nicht noch höher in Rückstand zu geraten: Nach feinem Pass von René Röthke steuerte Josh Britain alleine auf Melichercik zu, konnte den Huskies-Schlussmann aber nicht überwinden (13.). Für den Ausgleich brauchten die Hausherren dann die Hilfe der Gäste. Am kurzen Eck kam Trivino an die Scheibe und spielte den Puck über DSC-Kapitän Curtis Leinweber zum 1:1 ins Netz – ein Eigentor, das sich die Huskies erkämpft hatten. Es folgte die stärkste Phase der Hausherren, die noch im ersten Drittel die Führung erzwingen wollten. Aber egal ob Trivino und Derek Dinger (beide 16.), Sébastien Sylvestre (17.) oder Richie Müller – immer hieß die Endstation Corey Brenner.

Deutlich ärmer an Chancen präsentierte sich der Mittelabschnitt, in dem sich beide Teams nahezu neutralisierten. Nur in Überzahlsituationen schnupperten beide Teams am Torerfolg. Während Andy Reiss aber sein Ziel nur knapp verfehlte (31.), scheiterte Sylvestre mit einem Handgelenkschuss am Pfosten. Und auf der Gegenseite mussten sich die Huskies bei ihrem Torhüter bedanken, dass sie nicht plötzlich in Rückstand lagen. In Überzahl tauchte Gibbons völlig frei am Flügel auf, scheiterte aber an einem Glanzreflex von Melichercik (35.).

Auch im Schlussabschnitt taten sich beide Teams schwer mit dem Erarbeiten von Chancen. Als nach 47 Minuten Tyler Gron frei vor Brenner ein Luftloch schlug, war dies noch die größte Chance in der Anfangsphase des Schlussabschnitts. Das Bemühen, es war den Huskies nicht abzusprechen. Einzig die Kreativität im Spiel fehlte weiterhin und so brauchte es zwei Einzelaktionen von Adriano Carciola (51.) und Trivino (52.) um Torgefahr aufkommen zu lassen. Letzte Chance war es aber auch, die zum 2:1 für die Hausherren führte. Nach einem Foul an Trivino saß Christopher Kasten auf der Strafbank, nur 14 Sekunden später hämmerte Richie Mueller den Puck unhaltbar ins Kreuzeck (52.). Und die Huskies setzten nach: Im Laufduell mit Ex-Husky Mathias Müller eroberte Adriano Carciola die Scheibe, spielte einen Doppelpass mit Jace Hennig und erzielte alleine vor Brenner das 3:1 (54.). Und sie hätten noch höher führen können, aber bei einer 3-auf-1-Situation wählte Trivino den Querpass, statt den freien Mike Little anzuspielen (55.). Die Gäste riskierten in der Schlussphase alles und nahmen Cody Brenner für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Ein Risiko, das beinahe belohnt worden wäre, aber Melchercik zeigte beim Schuss von Kasten erneut eine starke Parade. So blieb es beim letztlich verdienten Erfolg gegen das Schlusslicht – der vierte Sieg in Serie für die Huskies.

 

Die Statistik zum Spiel gibt es hier

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