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Huskies sichern Derbysieg nach Verlängerung

Am 37. DEL2-Spieltag reisten die Kassel Huskies in die Mainmetropole; in der Frankfurter Eissporthalle stieg das Hessenderby gegen die Löwen Frankfurt. Das Tor hütete Markus Keller, für Michael Christ rückte Andy Reiss in den Sturm zu Alex Lambacher und Patrick Klöpper.

Bereits nach zehn Sekunden erhielten die Löwen die Möglichkeit, in Führung zu gehen, der freistehende Matt Pistilli bekam den Puck am rechten Pfosten jedoch nicht an Markus Keller vorbei. Im Gegensatz zu den Gastgebern nutzten die Huskies ihre erste Großchance direkt zum Torerfolg. Nach eineinhalb Minuten schloss Mike Little einen Konter zum 0:1 ab. Und nur weitere eineinhalb Minuten später hätte Klöpper sogar erhöhen können, sein Schuss nach feiner Lambacher-Vorlage ging aber nur knapp über das Gehäuse.

Die Löwen antworteten mit einer starken Druckphase in eigener Überzahl. Nachdem diese aus Kasseler Sicht in der fünften Minute überstanden war, präsentierten sich die Schlittenhunde defensiv sattelfest und ließen zunächst keine Frankfurter Großchancen mehr zu. Die bis dahin starke Defensivleistung wurde sogar durch einen Shorthander gekrönt. In der 14. Spielminute schloss Andy Reiss eine tolle Vorlage von Braden Pimm mit einem trockenen Schuss zum 0:2 in den Winkel ab.

Die Löwen zeigten sich davon jedoch nicht geschockt, sondern eher angestachelt. Es dauerte nur eine gute Minute, bis Brett Breitkreuz einen Tiffels-Schuss unhaltbar abfälschte und auf 1:2 verkürzte. Bis zur Schlusssirene des ersten Drittels fanden sich die Huskies fast durchgängig in der Defensive wieder und gerieten stark unter Druck, mit Glück und Geschick nahmen sie die knappe Führung aber mit in den Mittelabschnitt.

Und analog zum ersten Drittel waren es wieder die Huskies, die als erstes einnetzten. Braden Pimm startete über links durch und setzte Mike Little in Szene, der aus kurzer Distanz das 1:3 markierte. Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels waren die Schlittenhunde sogar näher am vierten Treffer als die Löwen am zweiten. Jedoch konnten sie zwei Überzahlphasen nicht nutzen, dazu scheiterte Marco Müller freistehend per Rückhand.

 

In der 35. Spielminute kippte das Spiel wieder zu Gunsten der Gastgeber. Innerhalb von 38 Sekunden trafen Pistilli und MacLeod für die Löwen ins Schwarze, das Spiel war urplötzlich wieder ausgeglichen. Und die Huskies konnten von Glück reden, dass sie vor der zweiten Sirene nicht sogar erstmals in Rückstand gerieten.

Nachdem Little und McGrath innerhalb weniger Sekunden auf die Strafbank geschickt wurden, agierten die Südhessen für 1:54 Minuten in doppelter Überzahl. Die Schüsse, die in diesem Zeitraum aufs Tor kamen, gingen entweder knapp am Kasten vorbei oder wurden von Markus Keller pariert, so dass es beim Remis blieb.

Im Anschluss waren es wieder die Schlittenhunde, die wieder dran waren am Führungstreffer. McGrath wurde herrlich durch Pimm freigespielt, Wisniewski prüfte Jaeger per Handgelenksschuss und Kuchejda wurde im letzten Moment bei seinem Move über die linke Angriffsseite geblockt.

 

Eine Strafzeit von Thomas Merl unterbrach diese gute Phase der Schlittenhunde. Diese hatten dann Glück, dass Pistilli aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf. Da auch Kassel sein Powerplayspiel kurz vor Schluss nicht verwerten konnte, da Jaeger stark gegen Carciola und McGrath hielt, ging es in die Verlängerung.

Und dort hatten die Huskies das letzte Wort. Carciola zog nach eineinhalb Minuten unwiderstehlich nach Innen und überwand Brett Jaeger zum 3:4-Endstand. In einem packenden, intensiven Hessenderby sicherten sich die Schlittenhunde so den Zusatzpunkt.

Steffen König
Huskies-Medienteam

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