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Huskies holen Dreier in Weißwasser

Am 42. DEL2-Spieltag versprach das Duell zwischen den Lausitzer Füchsen und den Huskies Spannung, denn die bisherige drei Aufeinandertreffen wurden erst in der Verlängerung entschieden. Die Huskies mussten auf John Rogl und David Kuchejda verzichten, das Tor hütete Markus Keller.

Zu Beginn der Partie präsentierten sich die Gastgeber gefährlicher, Hayes, Tegkaev und Rantas Versuche endeten aber bei Markus Keller. Die Kassel Huskies fühlten zunächst mit Schlagschüssen von Little und Heinrich bei Füchse-Torhüter Franzreb vor, eher Evan McGrath für den ersten Torerfolg sorgte: Nachdem Braden Pimm die Scheibe eroberte, bediente er seinen Teamkollegen mit der Rückennumer 11, der flach ins kurze Eck zum 0:1 vollstreckte (6.).

Die Gastgeber antworteten jedoch prompt. Nur knapp eineinhalb Minuten später markierte Eriksson in Überzahl nach schönem Hayes-Querpass den zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:1-Ausgleich. Kassel überstand daraufhin zwei weitere gefährliche Szenen, für die sich Owens und Bär verantwortlich zeigten.

Die zweite Hälfte des ersten Drittels gehörte dann aber den Huskies, die keine Tormöglichkeiten mehr zuließen und selbst gefährlich vor Maximilian Franzrebs Gehäuse auftauchten. Nach Klöppers Rückhandversuch (10.) sorgte vor allem die erste Sturmreihe mit Braden Pimm, Evan McGrath und Jens Meilleur ständig für Unruhe, verpasste  trotz guter Chancen allerdings den erneuten Führungstreffer.

Im Mittelabschnitt blieben die Schlittenhunde ihrer Linie treu und belagerten weiter die Defensivzone der Gastgeber. In der 23. Spielminute vergab Mike Little nach Klöppers Zuspiel noch eine gute Möglichkeit, nachdem er den Torabschluss verzögerte, dann aber an Franzreb scheiterte. Knapp zwei Minuten später durfte der kleine Verteidger aber endlich jubeln. Seinen Querpass fälschte Christ vor dem Torraum noch leicht zum 1:2 ab.

Obwohl die Schlittenhunde viel Spielzeit in ihrer eigenen Offensivzone verbrachten, sei auch die konzentrierte Defensivleistung hervorzuheben, denn in aller Regel gelang es ihnen, die Angriffe der Lausitzer Füchse in der neutralen Zone abzufangen. Jedoch versäumte Kassel es zunächst, ihre Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel zu bringen, nachdem auch McGraths Drehschuss, Merls Schlenzer aus spitzem Winkel und Maginots Distanzschuss nicht den Weg ins Tor fanden. Beinahe bestraften die Gastgeber dies, in eigener Überzahl hatten plötzlich Boiarchinov und Hayes den Ausgleich auf der Kelle.

Die Huskies überstanden diese Füchse-Druckphase in eigener Unterzahl aber und holten in der Schlussphase des Mittelabschnitts auch ihre Torerfolge nach. In der 37. Spielminute verwandelte Gron Della Roveres Zuspiel per Direktabnahme zum 1:3, zwei Minuten danach netzte Little aus dem linken Bully sogar zum 1:4 ein und sorgte für den ersten Überzahltreffer im zweiten Powerplayspiel.

Im ersten Drittel des letzten Drittels erhielt Adriano Carciola zwei Mal die Chance auf das 1:5 und die damit wohl gleichbedeutende Vorentscheidung. Bei seinem Alleingang (45.) sowie der Direktabnahme in Überzahl (47.) war er gegen Franzreb jedoch nur zweiter Sieger. Bis zu diesem Zeitpunkt hielten die Schlittenhunde das Zepter fest in der Hand, ein Doppelschlag binnen einer knappen Minute brachte die Füchse aber urplötzlich zurück ins Spiel:

In der 48. Spielminute kombinierte sich die Topreihe der Gastgeber sehenswert ins Angriffsdrittel, einen Eriksson-Querpass bugiserte Ranta zum 2:4 über die Linie. Und kurz darauf fand auch Maximilian Adams Schlagschuss den Weg in die Maschen, nachdem Eriksson Keller am Rande des Torraums geschickt die Sicht verdeckte.

Den Huskies gelang es zunächst, das Geschehen zu beruhigen und ihrem Torhüter gemäß dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ Erholung zu verschaffen. Dies funktionierte allerdings nur bis fünf Minuten vor Schluss, dann kreuzten die Füchse wieder brandgefährlich vorm Kasseler Schlussmann auf. Ranta (2x), Hayes und Tegkaev kamen aus kurzer Distanz zum Abschluss, Keller – der zuvor vom fachkundigen Weißwasseraner Publikum als „Fliegenfänger“ verspottet wurde – verhinderte mit sensationellen Paraden aber den in der Luft liegenden Ausgleich.

164 Sekunden vor der Schlusssirene kassierte Artur Tegkaev eine Strafe für Beinstellen. Die Huskies nutzten ihr Powerplay, um die Zeit runterzuspielen. Auch die verbliebenen Sekunden bei gleicher Spieleranzahl blieben sie in Puckbesitz, so dass Füchse-Trainer Hoffmann nicht die Chance bekam, seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen. So rettete Kassel die Führung über die Zeit und fuhr den Dreier ein.

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