Oktoberfestzeit in der Eishalle – ESVK und Dresdner Eislöwen warten auf die Huskies

Kassel, 19. Oktober 2018. Die DEL2 biegt auf die Zielgerade des ersten Saisonviertels ein. Bald werden alle Teams (mindestens) einmal gegeneinander gespielt und die ersten Claims abgesteckt haben. Für die derzeit auf Rang 6 platzierten Kassel Huskies steht heute zunächst ein Heimspiel an, zu Gast ist ab 19:30 Uhr der ESV Kaufbeuren. Am Sonntag führt die Reise zu den Dresdner Eislöwen, dort beginnt die Partie bereits um 16 Uhr.

Vom Personalsektor der Schlittenhunde ist Entwarnung zu vermelden. Andy Reiss hat seinen fiebrigen Infekt auskuriert und steht wieder zur Verfügung. Auch Mike Little stieg nach seiner Unterkörperverletzung wieder ins Training ein, sein Einsatz entscheidet sich aber erst wenige Stunden vor Spielbeginn gegen den ESV Kaufbeuren. Somit wird Michael Christ voraussichtlich wieder im Sturm auflaufen. Von den Grizzlys Wolfsburg verstärkt Förderlizenzspieler Valentin Busch nach jetzigem Stand die Huskies.

Oktoberfestzeit in der Kasseler Eissporthalle

Zum Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren feiern die Kassel Huskies Oktoberfest mit verschiedenen Aktionen:

  • neben dem normalen Speisen- und Getränkeangebot wird es Leberkäsebrötchen und original bayerisches Festbier geben
  • Huskiesfans können gegen Fans aus Kaufbeuren in einer bayerischen Olympiade antreten und tolle Preise gewinnen. Disziplinen sind unter anderem Maßkrugstemmen und Kuhmelken
  • nach Spielende gibt es in der Championsbar eine Oktoberfestparty mit DJ

ESV Kaufbeuren (Freitag, den 19. Oktober, 19:30 Uhr, Eissporthalle Kassel)

Quasi symbolisch steht der Umzug des ESV Kaufbeuren in die neue Heimstätte, die Erdgas Schwaben Arena, für den Aufschwung, den der Profistandort in den letzten Jahren genommen hat. Vom fast schon chronisch abstiegsgefährdeten Team entwickelten sich die Allgäuer rasant zu einer Topmannschaft der DEL2. In den letzten beiden Spielzeiten erreichte man jeweils das Playoff-Halbfinale. Aus sportlicher Sicht dürfen sich Geschäftsführer Michael Kreitl und Cheftrainer Andreas Brockmann diesen Erfolg auf die Fahnen schreiben. Auch in diesem Sommer ist es ihnen wieder gelungen, den Kern des Teams inklusiver (fast) aller Leistungsträger zu halten und gezielte Ergänzungen vorzunehmen.

Während Stefan Vajs im Tor weiterhin unumstritten ist, gesellte sich Julian Eichinger vom SC Riessersee zum ESVK-Abwehrverbund hinzu. Derzeit herrscht in diesem Mannschaftsteil jedoch Personalnotstand, da mit Florin Ketterer, Philipp Messing und Simon Schütz drei Akteure nicht zur Verfügung standen. Im Sturm wurde Spielmacher Charlie Sarault mindestens gleichwertig ersetzt: Branden Gracel kehrte nach einem Jahr Abstinenz ins Allgäu zurück und knüpfte bisher an die zuletzt gezeigten Topleistungen im Kaufbeurer Trikot an. Er bildet zwischen Joseph Lewis und Topscorer Sami Blomqvist die erste Sturmreihe. Flügelstürmer Joona Karevaara wurde indes durch seinen Landsmann, den ehemaligen Crimmitschauer Ossi Saarinen ersetzt.

Zwar liegt der ESV Kaufbeuren derzeit als Vierter vor den Schlittenhunden, der direkte Vergleich spricht jedoch für Kassel. 13 von 14 Heimspiele gewannen die Nordhessen gegen Kaufbeuren, die einzige Niederlage gab es im Februar 2015, als die Allgäuer mit 5:2 triumphierten.

Dresdner Eislöwen (Sonntag, den 21. Oktober, 16 Uhr, EnergieVerbund Arena Dresden)

Mit der Verpflichtung einiger klangvoller Namen ließen die Dresdner Eislöwen vor der Saison aufhorchen. Mit Jordan Knackstedt, Chris Billich und Jordan Heywood wechselten drei Hochkaräter an die Elbe. Die dadurch geschürten hohen Erwartungen konnte das Team von Cheftrainer Jochen Molling jedoch zunächst nicht erfüllen, urplötzlich fand man sich sogar auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Möglicherweise wurde am letzten Wochenende jedoch die Trendwende eingeleitet, mit Siegen in Deggendorf und gegen Kaufbeuren verbuchte man sechs Punkte auf der Habenseite.

Den goldenen Helm als Topscorer trägt, wenig überraschend, Jordan Knackstedt, der außerdem eine starke Bullyquote von fast 60% sowie 85 Strafminuten vorweisen kann. Die Bilanz der Huskies in Dresden ist seit der Rückkehr in die zweite Liga im Jahr 2014 verbesserungswürdig. Von acht Aufeinandertreffen in Elbflorenz gegen sechs verloren. In der letzten Spielzeit glänzten die Schlittenhunde aber mit einem 7:1-Kantersieg.

Steffen König
Pressesprecher

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