Huskies entführen drei Punkte von der Elbe

Nach der torlosen Heimniederlage vom vergangenen Freitag mussten die Kassel Huskies heute bei den vor der Saison hoch gehandelten Dresdner Eislöwen antreten. Dabei konnte Cheftrainer Rico Rossi erstmals seit zweieinhalb Wochen wieder auf Verteidiger Mike Little zurückgreifen, der zuletzt angeschlagen pausieren musste.

Was den Huskies am vergangenen Freitag beim 0:1 gegen Kaufbeuren nicht gelingen wollte, klappte heute auf Anhieb. Frei im Slot stehend traf Richie Mueller bereits in der 2. Spielminute zur umjubelten Führung der Huskies. Doch mit Fortdauer der Partie verloren die Huskies mehr und mehr den Faden, so dass auch die Hausherren der Partie ihren Stempel aufdrückten. Marcel Melichercik im Kasten der Huskies hielt sein Tor zunächst jedoch schadlos.Die beste Möglichkeit für die Huskies vergab Michi Christ, der frei vor Marco Eisenhut seinen Meister im Dresdner Zerberus fand. In der 13. Minute überrumpelten die Elbstädter die Nordhessen vom Bully weg, so dass Nick Huard aus kürzester Distanz den Ausgleich erzielte. Mit der Pausensirene im Einklang jubelte das Dresdner Publikum dann abermals, doch dem vermeintlichen Treffer der Eislöwen wurde vom Hauptschiedsrichtergespann die Anerkennung verweigert.

Nichts zu verweigern gab es dann zu Beginn des zweiten Drittels. Wieder war es Nick Huard, der die frisch aufs Eis zurückgekehrte Kasseler Defensive alt aussehen ließ und nur 15 Sekunden nach Wiederbeginn auf 2:1 erhöhte. Die Huskies brauchten einige Minuten um sich vom Gegentreffer zu erholen, konnten in der Folge aber durch Toni Ritter und Richie Mueller zwei gute Torchancen herausspielen. Am – aus Kasseler Sicht – ernüchternden Spielstand änderte dies jedoch nicht.

Im Schlussdrittel schalteten die Huskies einen Gang hoch, ermöglichten dadurch ihren Gegnern aber auch immer wieder freie Räume zum Kontern. Alexander Höller hatte den nächsten Eislöwen Treffer in der 45. Minute gleich zweimal auf dem Schläger, scheiterte aber am tadellosen Melichercik. Der Kasseler Mut zur Offensive sollte allerdings kurz darauf Früchte tragen. Jens Meilleur hatte vom rechten Flügel abgezogen und einen sich im Zweikampf mit Jace Hennig befindlichen Dresdner Verteidiger getroffen. Von dort aus taumelte die Scheibe zum 2:2-Ausgleich ins Netz (50.). Wie beflügelt spielten die Huskies auf. Insbesondere Tyler Gron erhöhte mit einem Doppelschlag auf 2:3 (56.) und 2:4 (58.) und brachte den Schlitten der Huskies zurück auf die Siegerstraße. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte Derek Dinger, der mit seinem ersten Saisontor den verwaisten Kasten von Marco Eisenhut traf.

Durch eine couragierte Leistung im letzten Drittel sicherten sich die Huskies einen wichtigen Dreier im Kampf um die Playoff-Plätze. Für die Nordhessen geht es am kommenden Freitag erneut in Deutschlands Osten. Dann gastieren die Schlittenhunde bei den Lausitzer Füchsen.

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