Huskies holen Punkt in Kaufbeuren

Kassel, 07. Dezember 2018. Am 24. DEL2-Spieltag mussten die Kassel Huskies ohne den verletzten Verteidiger Nick Walters die Reise zum ESV Kaufbeuren antreten. Seinen Platz neben Mike Little nahm Derek Dinger ein, neben Andy Reiss verteidigte Jannik Woidtke. Somit kam Lasse Bödefeld wieder in der vierten Sturmreihe zum Einsatz.

Bereits nach dreißig Sekunden tauchten die Huskies erstmals gefährlich vor Kaufbeurens Torhüter Stefan Vajs auf. Trivino bediente Richie Mueller, der jedoch nur den Schoner des Schlussmannes traf.

Eine gute Minute später musste Marcel Melichercik erstmals hinter sich greifen. Schäffler fälschte einen scharfen Salminen-Pass vor dem Tor stehend ins kurze Eck zum 1:0 ab. Auch die folgenden Minuten gehörten den Gastgebern, die die Schlittenhunde mehrfach in der eigenen Zone einschnürten.

Erst ab der sechsten Spielminute konnte Kassel sich vom Dauerdruck befreien und sich gute Einschussmöglichkeiten herausspielen. Vor allem Richard Mueller nahm latent das Tor der Gastgeber ins Visier, bei all seinen drei Versuchen hieß die Endstation allerdings Stefan Vajs. Auch Alex Heinrich und Derek Dinger gaben Warnschüsse aus zentraler Position ab, der Ausgleichtreffer blieb den Schlittenhunden jedoch verwehrt. Auf der Gegenseite verhinderte Melichercik gegen Blomqvist und Florian Thomas den zweiten Gegentreffer.

Nachdem die Gastgeber im ersten Drittel in der 2. Minute den ersten Nadelstich setzten, schlugen die Huskies in der 2. Minute des zweiten Drittels zurück. Bei eigener Überzahl nutzten sie den Platz, der sich durch einen fliegenden Wechsel des ESVK ergab. Povorozniouk bediente Ritter per Querpass, der den Puck zum 1:1 Ausgleich über Vajs Schulter ins Netz beförderte.

In der 29. Spielminute wurde ein bis dato faires Spiel hektisch. Kaufbeurens Verteidiger Daniel Pfaffengut wurde aufgrund eines Kopfstoßes mit einer Matchstrafe unter die Dusche geschickt. Die anschließende Kasseler  verlief mit Ausnahme eines Heinrich-Schusses, der in höchster Not geblockt wurde, relativ harmlos. Da anschließend Meilleur, Trivino und Woidtke innerhalb kurzer Zeit auf die Strafbank wanderten, durften sich die Gastgeber über vier Minuten am Stück in Überzahl versuchen, davon 1:04 Minuten in doppelter Überzahl. Doch auch die Allgäuer wussten diese Möglichkeit nicht für einen Torerfolg zu nutzen.

Marcel Melichercik verhinderte außerdem eineinhalb Minuten vor der zweiten Sirene gegen den durchgestarteten Steven Billich den erneuten Rückstand, so dass es mit dem 1:1-Remis ins letzte Drittel ging.

Dort traf Mueller nach 90 Sekunden per Schlagschuss das Außennetz. Es sollte die letzte echte Torchance für Kassel in diesem Abschnitt gewesen sein, denn ab sofort und bis zur dritten Sirene sahen sich die Schlittenhunde fast durchgehend in der eigenen Defensive wieder. Die Gastgeber bestimmten das Spiel, erspielten sich eine Mehrzahl an Torchancen – die Huskies-Abwehr, angeführt vom sicheren Torhüter Marcel Melichercik, hielt dem Druck aber stand. Auch dank drei überstandenen Unterzahlphasen retteten sie sich in die Verlängerung.

Nach 50 Sekunden sorgten die Gastgeber für die Entscheidung. Mit einem langen Pass wurde Max Schmidle auf die Reise geschickt, der auf Melichercik zulief und zum 2:1-Endstand traf. Nach aufopferungsvollem Kampf blieb den Schlittenhunden so immerhin ein Punktgewinn.

Steffen König

Pressesprecher

Beitrag teilen: